„Starthilfe“ für Hamburger Schüler

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Majas Schwachpunkt ist die Mathematik. Über das Projekt "Starthilfe" bekommen Schüler ein Eins-zu-Eins-Coaching inklusive Lebensberatung Foto: nik
Hamburg: Witthöfftstraße 5 - 7 |

Awo-Projekt: Mit ehrenamtlichen Nachhilfelehrern zum Schulabschluss

Wandsbek Margret Niethman und Schülerin Maja verbindet die Mathematik. Seit etwa viereinhalb Jahren treffen sich die heute 20-Jährige und die Mathematikerin Niethmann (65) mindestens einmal die Woche. Denn Niethmann engagiert sich als Schülercoach bei dem Awo-Projekt „Starthilfe Hamburg“ und unterstützt die Schülerin beim Lernen. Seit mehr als zehn Jahren gibt es das Projekt Starthilfe, das ein Coaching von Ehrenamtlichen mit Jugendlichen anbietet. Es ist ein Eins-zu-Eins-Coaching; eine Nachhilfe in bestimmten Schulfächern und nicht selten auch eine Art Lebensberatung.

16 Schulstandorte


An 16 Schulstandorten sind die Mentoren aktiv. Auch internationale Vorbereitsungsklassen mit geflüchteten Jugendlichen gehören zu ihrem Aufgabengebiet. Initiiert wurde das Projekt von Mareile Denzer. „Sie ist nicht nur die Gründerin des Projektes, sondern sie gibt unglaublich viel Energie, Zeit und Kraft dafür. Das hat mich sehr beeindruckt und ist auch ein Grund für mich mitzumachen“, sagt Margret Nietmann. Das Ehrenamt der Wandsbekerin begann vor etwa fünf Jahren mit dem Besuch der Freiwilligenbörse Aktivoli. Niethmann suchte nach einer sinnvollen, ehrenamtlichen Aufgabe, da sie gerade in Altersteilzeit gegangen war. Für sie stand fest, Schülern zu helfen. „Dabei habe ich an so kleine Schüler gedacht“, erinnert sich die Mathematikerin heute. Doch es wurde eine Jugendliche.

Schülern wieder Spaß aufs Fach machen


Kennengelernt haben sie sich im Schulunterricht an Majas ehemaliger Schule in Bramfeld. Das Projekt wurde dort im Klassenverband vorgestellt; Niethmann saß im Klassenraum ganz hinten und beobachtete die Schülerin. Maja benötigte Hilfe in Mathe, hatte anfangs zu viel vom Unterrichtsstoff nicht richtig verstanden, kam irgendwann nicht mehr mit. Spaß machte das dann schon lange nicht mehr, schließlich hagelte es ständig schlechte Noten. Die zwei fanden sich. Majas Mathematikwissen hat sich verbessert, es macht ihr wieder Freude, sich mit dem Fach auseinanderzusetzen. „Mir dient das Coaching zur persönlichen Unterhaltung“, gesteht Niethmann, „es macht mir einfach Spaß.“ Und die Beziehung, die sie zu Maja hat, ist etwas Besonderes. Denn im Normalfall würden die Schüler nicht so lange bei ihren Mentoren bleiben, sondern bereits nach zwei Jahren Coaching den Schulabschluss machen und eine Ausbildung beginnen. Doch Maja entschied sich eine Klassenstufe zu wiederholen und die Schule zu wechseln. Heute ist sie in der 12. Klasse der Otto-Hahn-Schule in Jenfeld. Und an ihrer Seite wird bis zum Abschluss Schülercoach Niethmann bleiben. (nik)

Neue Mentoren willkommen


Wer sich für ein Schülercoaching interessiert, kann sich an Jenny Fabig, Engagementförderung Awo Aktiv in Hamburg unter Telefon 41 40 23 41 oder per E-Mail info@starthilfe-hamburg.de wenden. Auch neue Mentoren sind willkommen. Weitere Infos: Starthilfe Hamburg
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