Torhaus am Eichtalpark verfällt

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Das Torhaus an der Ahrensburger Straße ist ein Schandfleck Die Sandsteinfiguren sind 2007 restauriert worden Foto: sim
Hamburg: Ahrensburger Straße 14 |

Das denkmalgeschützte Kleinod in Wandsbek muss dringend saniert werden. Hamburger Finanzbehörde am Zug

Von Siegmund Menzel
Wandsbek
Das denkmalgeschützte Torhaus am Eingang zum Eichtalpark wird von zwei Sandstein-Sphingen flankiert, die schon im 18. Jahrhundert die Wagenauffahrt zum Hamburger Palais von Heinrich Carl Schimmelmann schmückten. Beide Sandsteinfiguren wurden 2007 restauriert. Das Torhaus aus dem Jahr 1926 wartet noch darauf, durch Mangel an Pflege zerfällt es. Sprayer haben das Rotklinkergebäude verunstaltet, Leitungen hängen am Mauerwerk, die maroden Türen und Fenster zur ehemaligen öffentlichen Toilette sind vernagelt. Die Dachrinne erfüllt ihren Zweck längst nicht mehr. Der Anblick des Torhauses in der Ahrensburger Straße ist auch keine gute Werbung für das benachbarte Restaurant „Zum Eichtalpark“. Es sei seit vielen Jahren ein Trauerspiel, meint Inhaber Horst-Dieter Ahrens. Er wünscht sich jetzt eine schnelle Sanierung. Das Haus müsste wie einst wieder eine öffentliche Toilette haben. Der Gastwirt begründet dies mit dem Eichtalpark und der Bushaltestelle direkt am Torhaus. Viele Spaziergänger im Park würden seine Toilette im Restaurant nutzen. Nach erfolgter Kostenermittlung wurde Anfang September 2016 das Konzept zusammen mit den Kostenunterlagen an die Finanzbehörde gegeben, um die Mittelbereitstellung durch die Bürgerschaft zu erwirken, wie die Pressestelle des Bezirksamtes Wandsbek auf Wochenblatt-Anfrage mitteilte. Die Maßnahme wurde bereits vorsorglich in die Planungen für das kommende Jahr aufgenommen. Das denkmalgeschützte Gebäude mit einer etwa 45 Quadratmeter großen Nutzfläche soll „grundlegend saniert und als Ausstellungs- und Verwaltungsgebäude für quartiersansässige Vereine und Institutionen genutzt werden“, heißt es in der Antwort der Pressestelle weiter. Für die Ausführungsplanung, Erstellung der Ausschreibungsunterlagen und die Bauleitung beauftragt der Bezirk ein Architektenbüro.

Nutzungskonzept


Interesse für eine Trägerschaft angemeldet hat das „Kulturschloss Wandsbek“, in dem sich viele Bürger für ein kulturelles Angebot in ihrem Stadtteil engagieren. Geeignete Mitbewerber seien willkommen, betonte der gemeinnützige Verein. Die unterschiedlichen Gruppen sollten ein gemeinsames Konzept zur vielseitigen Nutzung entwickeln, damit nach der Sanierung wieder Leben in das Torhaus zieht. Die Geschichtswerkstatt Wandsbek treibt seit zwei Jahren eine Sanierung des heruntergekommenen Kleinods voran.
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