Unfallgefahr durch Zweiräder?

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Bernd Paulmann zeigt, dass es eng wird, wenn Pkw und Radler sich auf Höhe eines parkenden Fahrzeugs treffen Foto: sim
Hamburg: Kielmannseggstraße |

Kielmannseggstraße: Anwohner wollen Radler in eine Richtung

Marienthal In der Einbahnstraße zwischen Ernst-Albers-Straße und Nöpps dürfen Radfahrer in beiden Richtungen unterwegs sein. Möglich wird dies durch das Hamburger Bündnis für den Radverkehr. Es sieht vor, Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung freizugeben, wenn ein „sicheres, zügiges und komfortables Radfahren“ möglich ist. Diese Voraussetzungen seien in der Kielmannseggstraße aber nicht gegeben, meint Anwohner Bernd Paulmann und schwingt sich aufs Rad: Wenn auf der etwa fünf Meter breiten Fahrbahn ein Pkw an einem parkenden Fahrzeug vorbeifährt, bleibe für den entgegenkommenden Radfahrer eine Restbreite von gut einem Meter. Der seitliche Sicherheitsabstand reiche nicht aus, es bestehe angesichts der räumlichen Gegebenheiten in der gesamten Einbahnstraße eine erhebliche Unfallgefahr.

Einbahnstraßenregelung gefordert

Bernd Paulmann kritisiert in einem weiteren Punkt, dass die Anwohner vor einigen Wochen durch eine neue Fahrbahnmarkierung überrascht worden seien. In der Kurve ist ein 15 Meter langer Radfahrstreifen entstanden. So stehen in diesem Bereich vier bis fünf Pkw-Abstellplätze weniger zur Verfügung, die aber wegen Parkraumnot dringend benötigt werden, wie Paulmann erläutert. Ein kurzer Schutzstreifen mache keinen Sinn.
Diese Maßnahme sei leider nicht mit den Beteiligten kommuniziert worden. Das Hamburger Bündnis für Radverkehr sehe aber vor, der „projektbezogenen Information gegenüber Bürgern „einen hohen Stellenwert“ einzuräumen.
Bewohner der Häuser Nr. 115a-d, 117a-d und Nr. 164 bis 180 reichten eine Eingabe ein, mit der sich kürzlich der Regionalausschuss Kerngebiet Wandsbek der Bezirksversammlung beschäftigte. Der Gruppensprecher unterstrich während der Sitzung nochmals das Anliegen. Nach erfolgter Diskussion stellte der Regionalausschuss einstimmig den Antrag, von der zuständigen Fachbehörde prüfen zu lassen, ob die Fahrbahnmarkierung wieder entfernt werden kann. Die Empfehlung der Ausschussmitglieder ist für Bernd Paulmann ein Teilerfolg. Die Anwohner bitten aus Sicherheitsgründen um die Wiederherstellung einer klassischen Einbahnstraßenregelung, die auch für Radfahrer gilt. (sim)
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Martin Wunderkorn aus Altstadt | 05.10.2017 | 07:31  
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