Wandsbek Markt: Mehr Stellplätze für Fahrräder

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Rund um den Wandsbek Markt ist eine attraktive Einkaufsstraße entstanden Foto: Otto Wulff BID GmbH
Hamburg: Wandsbeker Markt |

Bezirksversammlung beschließt Prüfauftrag für mehr Parkmöglichkeiten

Von Rainer Glitz
Wandsbek
„Die gute Nachricht: Rund um den Wandsbeker Markt ist ein echtes Zentrum entstanden, mit immer mehr Kunden in den Geschäften und mehr Nutzern von Bus und Bahn“, sagte Dennis Paustian-Döscher, Regionalsprecher Kerngebiet von den Grünen zu Beginn der Debatte. Auch die Zahl der Radfahrer steige. „Die schlechte Nachricht: Die Nachfrage nach Abstellmöglichkeiten ist viel größer als das bisherige Angebot“, so Paustian-Döscher weiter. Derzeit gibt es am Verkehrsknotenpunkt mit U- und S-Bahnbahnstation und Busbahnhof gerade einmal rund 160 Bügel, an die man sein Fahrrad anschließen kann. Noch schlimmer sieht es am neuen Einkaufszentrum W1 aus. Bei SPD und Grünen mehrten sich Beschwerden, dass es dort zwar ein Parkhaus für 310 Autos gibt, aber keinen einzigen Radabstellplatz.

Neue Abstellflächen für Räder

Dabei sieht die Hamburger Bauordnung für jeden Neubau vor, auch Fahrradplätze herzurichten. Hier soll nun noch einmal nachgehakt werden. Das hielt auch die Linke für berechtigt. Vor allem aber sieht der Antrag von Rot-Grün vor, im gesamten Bereich nach neuen Abstellflächen für Fahrräder zu suchen. „Die bekannten Bügel schlucken Platz und wir wollen auch nicht alles zubauen“, sagte Lars Kocherscheid-Dahm. Deshalb sollen auch alternative, Platz sparende Abstellanlagen für Räder geprüft werden. „So könnten mehr Fahrräder auf gleicher Fläche sicher abgestellt werden“, so der SPD-Verkehrsexperte.

CDU unterstützt Antrag

Auch die CDU sei für den Antrag, erklärte Sandro Kappe, verwies aber auf den zusätzlichen Aufwand. Das sei alles sehr konkret und letztlich Tagesgeschäft für die Verwaltung, konterte Kocherscheid-Dahm und schloss: „Auch kleine Dinge helfen oft.“ Der Antrag wurde schließlich einstimmig angenommen. Gerade im Wandsbeker Zentrum sei das Fahrrad das geeignete Verkehrsmittel, um verschiedene Geschäft gut zu erreichen, sind sich SPD und Grüne sicher. Von mehr Radverkehr könnten auch die Gewerbetreibenden profitieren. Voraussetzung seien allerdings gut erreichbare Abstell- und Abschließmöglichkeiten. Ziel des Senates ist es, mittelfristig den Anteil des Radverkehrs in Hamburg auf 25 Prozent zu erhöhen.
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