Zikadenweg: Ärger vor der Haustür

Anzeige
Der etwa 1,5 Meter breite Streifen sorgt für Ärger Foto: sim
Hamburg: Zikadenweg |

In Marienthal buddeln die Hamburger Wasserwerke seit Herbst 2015. Anwohner klagen über provisorische Fahrbahn

Von Siegmund Menzel
Marienthal
Helmut Zels aus dem Zikadenweg in Marienthal ist der Kragen geplatzt. In einer Mail an das Hamburger Wochenblatt machte er auf den nicht mehr hinnehmbaren Zustand vor seiner Haustür aufmerksam: Seit Herbst 2015 wird mit langen Pausen in der Straße gearbeitet. Die Hamburger Wasserwerke (HWW) erneuern das Leitungsnetz. Ein etwa 1,5 Meter breiter Streifen der Fahrbahn ist nur provisorisch verschlossen worden und sorgt für Ärger. Der Mann aus dem Zikadenweg fragt, wann endlich wieder eine Asphaltschicht aufgetragen wird. Die aktuelle Situation sei sowohl bei Regen als auch bei trockener Witterung „untragbar“. Fahrende Autos würden Dreck, Staub und Steine aufwirbeln, parkende Fahrzeuge werden beschädigt. Bei Kontaktaufnahmen mit dem Bezirksamt hatte Helmut Zels „das Gefühl, nicht für voll genommen zu werden. Es habe lange Zeit keine Reaktion gegeben.

Neue Asphaltdecke im April

Laut Hamburg Wasser soll die endgültige Herstellung der Asphaltdecke im April 2017 erfolgen, wie das Bezirksamt Wandsbek auf Wochenblatt-Anfrage mitteilte. Einige Häuser wie die Nummern 17 und 15 müssten noch angeschlossen werden. In Abstimmung zwischen Bezirksamt und Hamburg Wasser wurde auf der Straße ein Provisorium hergestellt. Die Nebenleitungen der Wohnwege seien in zeitlichen Abständen an die bereits erneuerte Hauptleitung anzuschließen.

„Flickenteppich“ vermeiden

Wäre der Bereich schon jetzt asphaltiert, gäbe es einen „Flickenteppich“, so die Begründung für das Provisorium, das nach Angaben der Verantwortlichen aber „verkehrssicher“ ist. Wegewart Detlef Albrecht aus dem Bezirksamt Wandsbek ergänzte: Die zweistufige Wiederherstellung der Straße habe den Vorteil, dass der Unterbau durch die dauernde Belastung höher verdichtet wird und im Nachhinein „mit weniger Versackungen“ zu rechnen ist. Er kündigte an, dass der Bereich kurzfristig mit Splitt aufgearbeitet wird. Dann sollte zeitnah die Asphaltierung der Fahrbahn erfolgen. Wegewart Albrecht hat eigenen Angaben zufolge mehrere Nachrichten mit Informationen an Helmut Zels gesendet. „Sollte ich eine E-Mail übersehen haben, tut es mit leid.“

50 Jahre alte Rohre

„Die Rohre sind 50 Jahre alt, wir bringen die Leitungen wieder auf den neuesten Stand“, hatten die HWW zu Beginn der Arbeiten mitgeteilt. Probleme gab es zwischen den Reihenhäusern 15 bis 27 sowie in der gegenüberliegenden Reihe 16. Dort verlaufen die Rohre größtenteils direkt unterhalb der Gärten und wurden von Hecken, Blumenbeeten oder Wegen bedeckt. Bewohner hatten ihre Grünflächen im öffentlichen Bereich illegal erweitert.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige