Tierschutzpartei kritisiert Beschluss zum Waffenrecht der Grünen

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Tierschutzpartei kritisiert Beschluss zum Waffenrecht der Grünen
Niedersachsens Grüne sprachen sich auf ihrem Landesparteitag für die Verschärfung des Waffenrechts aus und debattierte über einen Beschluss für ein Lagerverbot für Schusswaffen in Privathaushalten.

Um es sich mit den rund 60.000 Jägern kurz vor den Bundestagswahlen nicht zu vermiesen, einigte man sich auf Anraten einiger Antragsgegner darauf, dass die Aufbewahrung von Waffen bei Privatpersonen unter behördlicher Kontrolle weiter möglich sein solle, sofern ein öffentliches Interesse bestehe und Waffen und Munition sicher voneinander getrennt aufbewahrt würden.

„Die Grünen täten gut daran, ihrer Linie bei der Verschärfung des Waffenrechts treu zu bleiben und Beschlüsse nicht zu Gunsten der Jagdlobby aufzuweichen!“ so Jan Zobel, Bundesgeschäftsführer der Partei Mensch Umwelt Tierschutz/Tierschutzpartei.

„Vermehrt erfahren wir davon, dass extreme Gruppierungen, wie beispielsweise die Reichsbürger, Waffen horten und dies meist legal, da es sich um Sportschützen oder Besitzer eines Jagdscheins handelt.
Auch in Niedersachsen gehen die Sicherheitsbehörden von rund 500 Reichsbürgern aus, von denen 35 schwer bewaffnet sein sollen.“

Es müsse Ziel sein, die Anzahl von tödlichen Schusswaffen landesweit drastisch zu reduzieren. Dies sei nur durch strikte Verbote möglich, so Zobel.

„Unser grüner Landwirtschaftsminister spricht sich bereits für eine intensivere Bejagung von Schalenwild aus, um angeblich verheerende Verbiss-Schäden an Bäumen zu reduzieren.Das sollte genügen, um die Landesjägerschaft in Niedersachsen zwecks Stimmenfang zu pudern.“

Jan Zobel tritt als Spitzenkandidat der Tierschutzpartei für Hamburg zur Bundestagswahl 2017 an.
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