Als die Pusbackstraße voll lief...

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So sah die Pusbackstraße in Meiendorf vor einem Jahr aus – Rohre und Gräben sind unterdimensioniert Foto: rg
Hamburg: Pusbackstraße |

Regionalausschuss Rahlstedt berät über Starkregen, Raser und Mülleimer

Von Rainer Glitz
Rahlstedt
Es waren ungewöhnlich viele Bürger mit sehr unterschiedlichen Anliegen zur Sitzung des Regionalausschusses gekommen. Anwohner der Veltheimstraße präsentierten eine fertig formulierte Eingabe. In ihrer Straße werde Tempo 30 nicht eingehalten, man sei vor allem wegen der vielen Kinder in Sorge. Die Straße sei einseitig zugeparkt, es fehle Platz zum Ausweichen und es komme zu Pöbeleien zwischen Autofahrern, Blechschäden habe es schon gegeben. Die SPD versprach, die Situation vor Ort in Augenschein zu nehmen. Schuld seien moderne Navigationsgeräte, die Autos auf der Suche nach dem kürzesten Weg leiteten, bemerkten die Grünen. Die CDU kritisierte den steigenden Verkehr in Wohnstraßen als Folge einer verfehlten Verkehrspolitik. Verkehrsprobleme gibt es auch im Wiesenredder. Dort parkten ständig große Lastwagen, so einige Anwohner. Der Regionalausschuss stimmte ohne Widerspruch dafür, die Situation vor Ort zu prüfen.

Vier Überschwemmungen in zwei Jahren


Genau vor einem Jahr setzte ein Unwetter samt Mini-Tornado weite Teile des Bezirks unter Wasser. In Meiendorf waren mehrere Grundstücke in der Pusbackstraße betroffen: Keller und Erdgeschosse liefen voll, es entstand erheblicher Schaden. Erst am letzten Wochenende sei es wieder zu Starkregen und Überschwemmungen gekommen, berichteten Anwohner. Vier Mal in zwei Jahren – man habe bei jedem Regen Angst. Abhilfe geschaffen habe die Stadt nicht: Die Gräben würden weiter voll laufen, weil die Rohre unter den Auffahrten viel zu schmal seien. Die CDU versprach, zum Thema eine Kleine Anfrage zu stellen. Das geschilderte Problem wird außerdem als Eingabe behandelt und an den Verkehrsausschuss weitergereicht.

Boule-Bahn und Mülleimer


Eher ein Luxusproblem ist dagegen die geplante Boule-Bahn an den Wandseterrassen. Nach einem Vor-Ort-Termin sind sich die Abgeordneten von SPD, CDU und Grünen einig: Dort wird es keine Wettkampfbahn geben. Dafür müssten Bäume gefällt werden, und die ursprüngliche Planung habe stets den Freizeit-Charakter betont. Die Fläche solle für alle Rahlstedter da sein. Und im Greifenberger Park gebe es eine wettkampfgeeignete Boulebahn. Die Rahlstedter Boulefreunde nahmen dies erst einmal so hin. Man werde probieren, ob man dort spielen könne. Ansonsten käme man wieder in den Regionalausschuss. Weiteres Thema: Im Naturschutzgebiet Höltigbaum gibt es zu wenig Mülleimer mit entsprechenden Folgen. Deshalb soll nun am Haus der Wilden Weiden Abhilfe geschaffen werden. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.
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