Debatte übers Grün

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CDU: Ausgleich für den Wohnungsbau

WANDSBEK. Grüner geht’s kaum: Die CDU-Wandsbek fordert mehr Ausgleichsmaßnahmen für die durch verstärkten Wohnungsbau entfallenden Grünflächen. Das Thema will sie in der Bezirksversammlung (Donnerstag, 16. Juni, 18 Uhr, Bürgersaal Wandsbek, Am Alten Posthaus 4) debattieren.

In einem Antrag wird das Bezirks-amt aufgefordert, mehr Personal für die Weiterentwicklung und Pflege von Grünflächen vorzuhalten und in Bebauungsplänen Ausgleichsmaßnahmen für versiegelte Flächen verbindlich vorzuschreiben. Bis zum Jahr 2021 soll ein nachhaltiges Wassermanagement („Arbeitsprogramm Wasserwirtschaft“) erstellt und umgesetzt werden. Kleingartensiedlungen in der Stadt will man durch die Entwicklung eines Entwicklungskonzepts stärken.

Nach Ansicht des CDU-Bezirksabgeordneten Sandro Kappe gefährden SPD und Grüne durch verstärkten Wohnungsbau sowie gleichzeitiger Vernachlässigung von Grünflächen auf Dauer den Klimaschutz und damit die Gesundheit der Bevölkerung: „Jetzt wird sogar in Landschaftschutzgebieten Wohnungsbau geplant. Auch mitten in der Stadt entfällt immer mehr Grün. Das verbleibende Stadtgrün wird stiefmütterlich behandelt. Auch die Neu- und Ersatzpflanzungen von Bäumen sind nicht ausreichend.“ Pflege und Weiterentwicklung von Grünflächen erforderten mehr Personal, so die CDU. Tatsächlich aber würden im Bezirk Stellen gekürzt.

Konkret gefordert wird die Festschreibung grünfreundlicher Regelungen in Bebauungsplänen: Für vier neu angelegte Parkplätze oder 200 Quadratmeter überbauter Grundstücksfläche muss an anderer Stelle jeweils ein Baum gepflanzt werden. Stadtmöblierungen und Fassaden müssen klimafreundlich gestaltet werden. Das Bezirksamt soll den (Mehr-)Bedarf an Personalstellen ermitteln und entsprechend reagieren. (tel)
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