EKZ Spitzbergenweg: Warten auf den Baubeginn

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Einkaufen, arbeiten und wohnen: So soll das neue EKZ einmal aussehen Grafik: petersen pörksen partner architekten + stadtplaner
Hamburg: Spitzbergenweg 30 |

Wann kommt das neue Einkaufszentrum? Was passiert in der Bauphase?

Meiendorf Der geplante Abriss und Neubau des Einkaufszentrums Spitzbergenweg sorgt im Stadtteil weiter für heftige Diskussionen. Das wurde bei der erstmals abgehalten Bürgersprechstunde vor der aktuellen Sitzung der Stadtteilkonferenz deutlich.

Zähe Entwicklung

Und auch die Meiendorfer Institutionen sind mit der zähen Entwicklung unzufrieden (das Wochenblatt berichtete). Selbst der Termin für den Abriss ist unklar, Anfang 2018 ist nun in der Diskussion. Ebenso unklar ist die Situation während der vermutlich zweijährigen Bauzeit des neuen Zentrums mit Geschäften und Wohnungen. Stand jetzt werde es gar keine Interimslösung geben, war in der Sitzung zu hören. Weder für den bestehenden Edeka-Markt, noch für die Apotheke. Denn es gebe keine geeigneten Flächen. Sowohl die „Hundewiese“ kurz vor der Tankstelle, noch ein Grundstück in Richtung Volksdorf/Eulenkrugstraße hat demnach die nötigen Anschlüsse. Die Kosten liegen offenbar bei mehr als einer Million Euro, die der Investor nicht zahlen will. Auch die ehemalige Bäckerei Larbig an der Meiendorfer Straße kommt nicht in Frage: Dort gebe es Probleme mit der Bausubstanz und die Nachbarn wollten keinen morgendlichen Lieferverkehr, so war zu hören.

Apotheke und Edeka unverzichtbar

Andere Vertreter berichteten, es gebe durchaus noch Gespräche zwischen Bezirk und Investor. Angeregt wurde, die Wirtschaftsförderung könne für die Kosten der Interimslösung herangezogen werden. Auch die Nutzung der im Dezember freiwerdenden Unterbringung im ehemaligen Praktikermarkt wurde vorgeschlagen. „Meiendorf ohne Apotheke geht gar nicht“, so die einhellige Meinung. Und auch der Edeka-Markt würde fehlen, nicht nur den Senioren – ganz abgesehen von den gefährdeten Arbeitsplätzen. Einigkeit herrschte in der Konferenz, man müsse sich zu dem Themen öffentlich äußern. Ein Hilferuf, auch an Investor und Politik, müsse folgen. Nun wird über einen entsprechenden Brief im Namen der Bürger und der Institutionen Meiendorfs nachgedacht.

Das ist geplant

Der Entwurf für das EKZ Spitzbergenweg sieht vor, dass die Erdgeschosse Einzelhandel und Parkflächen vorbehalten bleiben. Außer einem Edeka-Markt sind auch kleine Läden vorgesehen. Zusätzlich sind Flächen für Praxen geplant. Die Einfahrt zur Parkgarage für den Einzelhandel liegt am Spitzbergenweg, die Ausfahrt an der Stichstraße zum Wildschwanbrook. Zudem sollen 125 Wohnungen gebaut werden, davon 30 Prozent öffentlich gefördert. (rg)

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