Feuerwehr Meiendorf sagt Osterfeuer ab

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Hamburg-Meiendorf: Ein Osterfeuer wird es an der Dreieckskoppel 2017 nicht geben Foto: wb
Hamburg: Dreieckskoppel |

Hohe Auflagen des Bezirks. Feuerwehr streckt die Waffen als Veranstalterin

Von Rainer Glitz
Meiendorf
Eher beiläufig erwähnten Vertreter der Freiwilligen Feuerwehr Meiendorf den Sachstand zum geplanten Osterfeuer. Dann jedoch sorgte die Aussage in der aktuellen Sitzung der Stadtteilkonferenz für heftige Diskussionen: Die Traditionsveranstaltung an der Dreieckskoppel ist für 2017 abgesagt! Schlimmer noch: „Wir wissen nicht, ob es dort jemals wieder ein Osterfeuer geben wird“, so Jan Dreser, Gruppenführer und im Vorstand des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr. Die offizielle Genehmigung habe die Wehr zwar eingeholt, doch diese sei mit zahlreichen Auflagen verbunden. Und die seien nicht umsetzbar.

FF Meiendorf kann Auflagen nicht erfüllen

Wegen des Verkaufs von Würstchen und Bier müsse aus Hygienegründen frisches Trinkwasser vorhanden sein. Eine Leitung koste aber rund 360 Euro. Es müssten Dixie-Klos aufgestellt werden, und nach dem Feuer müsse der Boden zehn Zentimeter tief ausgetauscht werden. Vor allem aber darf selbst der gemeinnützige Förderverein grundsätzlich eigentlich gar nichts verkaufen. So können auch keine Einnahmen erzielt werden, um die Kosten zu decken. Und die Kosten sind ohnehin schwer zu kalkulieren: Denn das Wetter kann den Meiendorfer Organisatoren einen dicken Strich durch die Rechnung machen. „Wir können es nicht leisten, und wir wollen die Auflagen auch nicht brechen“, so Jan Dreser. Denn im Prinzip seien die Auflagen durchaus vernünftig. Und die würden regelmäßig durch Kontrollen vor Ort überwacht.

Verlust für Meiendorf

Hintergrund des Dilemmas: Die Fläche an der Dreieckskoppel ist öffentlicher Grund – hier gelten die weitreichenden Auflagen, anders als auf Privatbesitz. Einhellige Meinung in der Stadtteilkonferenz: Das Aus für die Traditionsveranstaltung am Ostersonnabend wäre ein Verlust für Meiendorf. Eine Ersatzfläche könne in der kurzen Zeit kaum gefunden werden. Einige Teilnehmer der Konferenz argumentierten, früher sei doch auch einmal ein Auge zugedrückt und ein Kompromiss erzielt worden. Ähnlich sei die Entwicklung bei anderen Veranstaltungen im öffentlichen Raum, etwa bei Flohmärkten oder beim Stadtteilfest. Auch dort gebe es mehr Auflagen und steigende Kosten. „Will uns die Stadt jeden Spaß verbieten?“, brachte es die Stadtteilkonferenz auf den Punkt.

Alternative für Ostersonnabend

Tipp: Wer nicht auf ein Osterfeuer verzichten möchte, geht am Ostersonnabend, 15. April, um 17 Uhr in den Hannipark in Oldenfelde (das Wochenblatt berichtete).
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