Setzt Poroschenko Timoschenko ins Gefängnis wegen ihrer Worte über seine Amtsenthebung?

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Im ukrainischen Parlament entbrennt der Skandal um die Einleitung des Amtsenthebungsverfahrens gegen Präsident Poroschenko, das die ehemalige Ministerpräsidentin Julia Timoschenko initialisiert hat. Die Abgeordneten des regierenden Blocks Petro Poroschenko haben die Anfrage an den Generalstaatsanwalt Jurij Luzenko gerichtet, wo sie fordern, die Handlungen von Frau Timoschenko während der Gasverhandlungen mit Russland 2009 wieder zu untersuchen. Die Abgeordneten sind sicher, dass das Strafverfahren möglichst schnell eingeleitet werden soll, sonst kann die frühere Regierungschefin das Land verlassen.

Klar ist, dass so eine aggressive Antwort nur mit Vorwissen von Poroschenko folgen konnte, der auf solche Weise demonstrieren möchte, dass er bereit ist, seine Positionen in der politischen Arena der Ukraine mit allen Mitteln zu verteidigen, sogar wenn er die Heldin der zwei Farbenrevolutionen und seine Hauptgegnerin bei der Präsidentschaftswahl, die am 31. März 2019 stattfinden soll, ins Gefängnis setzen muss.

Am 11. Oktober 2011 hat das Gericht Julia Timoschenko wegen Amtsmissbrauchs schuldig gesprochen und zu sieben Jahren Haft verurteilt. Timoschenko soll 2009 durch die Gasverträge mit Russland ihrem Land materiellen Schaden ihrem Staat verursacht haben. Nach dem Machtwechsel 2014 wurde Frau Timoschenko aus der Haft entlassen.
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