Mehr Raum zum Experimentieren

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Arda (v.l.), Anir, Melissa, Abir und Zeynep forschen rund um das Thema Wasser Foto: Grell
Hamburg: Mümmelmannsberg 54 |

Grundschule Mümmelmannsberg: Neue Forscherwerkstatt eingerichtet

Von Karen Grell
Mümmelmannsberg
Kinder machen gern Experimente, um Dinge besser zu verstehen und sich auszuprobieren. In der Grundschule Mümmelmannsberg gibt es dafür ab sofort sogar einen zusätzlichen Raum. Die neue Werkstatt ist, Dank verschiedener Sponsoren, mit den Utensilien ausgestattet, die Schüler zum Forschen brauchen. Reagenzgläser, Schutzbrillen, Wasserbehälter und Zangen türmen sich hier jetzt auf den Tischen, wo aufgeregte Grundschüler auf ihren Einsatz warten. „Wir wollen die Naturwissenschaften neben der Kunst und allen anderen Bereichen nicht in Vergessenheit geraten lassen“, betont Schulleiter Achim Ninow, der sich freut, den Schülern diese tolle Möglichkeit bieten zu können. Am Tag der offiziellen Eröffnung haben die Kinder auch gleich erste Experimente vorgeführt. Wasser, Luft, Strom und Stoffe sind die Themenbereiche, mit denen sich die Sechs- bis Zehnjährigen in den vier Grundschuljahren befassen und in denen sie sich ausprobieren dürfen. „Was schwimmt eigentlich auf dem Wasser und was geht unter“, fragten sich Melissa und Anir und haben da schon so ihre Vermutungen. Zuerst wurde in der Forscherwerkstatt über die Ideen der Schüler gesprochen und verschiedene Materialien ausgewählt, um es danach „ganz einfach selber auszuprobieren“, sagt Arda, die feststellt, dass Styropor auf der Wasseroberfläche schwimmt, Metall aber in Sekundenschnelle untergeht.

Schulstunde im Entdeckerraum


Einmal in der Woche werden die Schüler der vier Grundschulklassen nun Zeit im Entdeckerraum verbringen und alles in Frage stellen, was sie gern einmal untersuchen möchten. „Erst wenn wir eine Frage stellen, gibt es einen Grund zum Ausprobieren“, meinen auch Abir und Zeynep. Das Langzeitprojekt soll zum Nachdenken anregen und „es ist eine ganz einzigartige Chance, um für die Kinder dieser Schule ein Zeichen zu setzen“, so Achim Ninow in seiner Eröffnungsrede. Mümmelmannsberg sei ein sehr aktiver Stadtteil und die Eltern und Kinder hier bräuchten dieses Projekt als eine zusätzliche Möglichkeit, sich in alle Richtungen auszuprobieren. „Wir sprechen auch über Kinderrechte“, erklärt Mariam, die zusammen mit Elai und Aliena mit selbstgebastelten T-Shirts schon Spenden für Kinder aus geflüchteten Familien gesammelt hat. 1100 Euro konnten die Schüler damit zusammenbekommen. Omer und Yasin sitzen jetzt am liebsten mit den Schutzbrillen vor den Reagenzgläsern und vermischen Stoffe, von denen sie noch nicht wissen, wie sie aufeinander reagieren werden. „Das ist absolut spannend.“ Die Schüler vom Mümmelmannsberg können sich an die Zeit vor dem Experimentieren kaum mehr erinnern. „Es ist so interessant und wir können uns eine Schule ohne Forschen gar nicht mehr vorstellen“.
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