Flugsicherung kaltschnäuzig gegenüber Bevölkerung im Westen Hamburgs

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Klaus Wicher

„Initiative gegen Fluglärm (IFL) wehrt sich“

Anwohner beklagen sich über massiven Fluglärm über Lurup, Osdorf und Eidelstedt. Jetzt hat sich eine Initiative gegründet, die sich zur Wehr setzt und vom Sozialverband SoVD unterstützt wird. „Seit nunmehr fast zwei Jahren werden die Bewohner der Stadtteile Lurup, Osdorf und Eidelstedt durch massiven Fluglärm belästigt. Kaum ein Tag vergeht, ohne dass bereits in den frühen Morgenstunden Flugzeuge in niedriger Höhe und in schneller Folge die Stadtteile überfliegen. Das geht so nicht“, sagt Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender des mit über 18.000 Mitgliedern größten Sozialverbandes in Hamburg. Jedes vierte Flugzeug, das in Fuhlsbüttel landet oder startet fliegt jetzt bereits über die betroffenen Stadtteile.

„Das entscheidende ist jedoch, so Wicher, dass sich die Flugbahn Richtung Westen verschoben hat: Geflogen wird jetzt über Wohngebiete und nicht mehr vornehmlich über Gewerbegebiete. Flughafen, Flugsicherung, Senat und Politik wurden mehrfach dringend gebeten, dafür zu sorgen, dass die bisherige Flugbahn genutzt wird – leider ohne Erfolg. Die Beschwerden über den Fluglärm haben sich in der Zwischenzeit verzehnfacht! Die Bürgerinnen und Bürger fühlen sich massiv getäuscht und von der Politik im Stich gelassen."

„Was wir hier erleben, ist schon mit dem mittelalterlichen Feudalstaat vergleichbar. Es werden Tatsachen geschaffen und die Bürger sollen diese schweigend hinnehmen. Das ist kein Umgang und hat auch nichts mit verlässlichem Regieren zu tun, wie Bürgermeister Olaf Scholz es oft betont“, so Wicher. „Es ist augenscheinlich an der Zeit, über natürliche Wachstumsgrenzen und eine Verlegung des Flughafens nachzudenken“.
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