SoVD Hamburg: Hamburger Sozial-Wohnungsbau nicht im Plan - Wir brauchen ein Bündnis für bezahlbares Wohnen."

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Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender SoVD Hamburg
„2011 startete der Senat das Bündnis für Wohnen. Trotzdem stieg die durchschnittliche Kaltmiete in Hamburg um 5,7 Prozent. Der Senat muss also seine Kräfte weiter mobilisieren, um die Mietpreisrallye zu stoppen und mehr Wohnraum auch für sozial schwächere Hamburger zu schaffen. Wir brauchen ein Bündnis für bezahlbares Wohnen“, sagt Klaus Wicher, 1. Vorsitzender des SoVD-Landesverbandes.

Zu Beginn der Legislaturperiode 2011 ermittelten Experten rund fehlende 40.000 Wohnungen in Hamburg - der Senat kündigte 6.000 neue pro Jahr an. Davon sollten mindestens 2.000 öffentlich geförderte Sozialwohnungen mit geringerer Anfangsmiete sein.

2013 entstanden in Hamburg zwar insgesamt mehr als 6.000 Wohnungen. Doch mit 654 öffentlich geförderten Mietwohnungen in 2013, 505 in 2012 und 1.121 in 2011 ist das Senatsziel noch in weiter Ferne, bilanziert Wicher: „Auch wenn 2014 über 1.660 Sozialwohnungen fertig werden, muss der Senat schneller handeln, um ein Gegengewicht zum freien Markt zu schaffen.“

Wicher verweist darauf, dass jährlich tausende Wohnungen aus der Mietpreisbindung entlassen werden: Mehr als die Hälfte fielen zwischen 1993 und 2008 weg oder gingen über in den freien Wohnungsmarkt. 2000 lag die Anteilsquote am gesamten Bestand bei 17,8 Prozent. Fünf Jahre später bei 14,9 Prozent. 2011 erreicht sie etwa 11 Prozent. Wohnungsprognosen gehen davon aus, dass bis 2020 noch 57.000 existieren.
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