Wahlprüfsteine des SoVD Hamburg zur Bürgerschaftswahl: Zur Wahl stehen Bürgerschaft - und soziale Gerechtigkeit für Bürger

Anzeige
Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender des Sozialverbands Deutschland
Wenn im Februar 2015 gewählt wird, sollten sich Politiker und mehr noch die Bürger vergegenwärtigen, was Hamburgs Sonnen- aber auch Schattenseite ausmacht“, so Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender des Sozialverbands Deutschland. „Die Sonnenseite wird von Politikern ausgeleuchtet, wir betrachten die soziale Lage: „Unsere Wahlprüfsteine helfen, die politischen Programme auf soziale Gerechtigkeit hin abzuprüfen. Mit der Wahl entscheiden die Bürger ja nicht nur über soziale Gerechtigkeit an der Elbe. Sie setzen auch ein Zeichen, wie sich Hamburg in der Jugend-, Familien und Seniorenpolitik auch im Bund positioniert.

„Es gibt für den Senat genug Möglichkeiten, sich durch soziale Gerechtigkeit zu profilieren.“So leben 18 Prozent der Hamburger oder sind davon bedroht. Über 230.000 Menschen sind auf Sozialleistungen angewiesen, mehr als 58.000 Kinder und Jugendliche, die Altersarmut steigt. Daher liegt ein Fokus des SOVD auch auf Kinder und Familien sowie Senioren. Der SoVD fordert u.a. für den Allgemeinen Sozialen Dienst eine Einstellungs- und Qualifizierungsoffensive. Wicher: „So kann der ASD das Kindeswohl nachhaltig fördern – und endlich die Schlagzeilen verlassen.“ Auch strukturell ist der Senat aufgerufen: 25 Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit erhalten weniger, sechs keine Unterstützung mehr. Wicher: „Sämtliche Änderungen sind künftig fachlich und nicht durch Haushaltszwänge zu begründen.“

Auch für Eltern fordert Wicher mehr Hilfen: „Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern tragen ein hohes Armutsrisiko, besonders angesichts prekärer Beschäftigung und hoher Mieten“. Der Hamburger Wohnungsmarkt macht das Recht auf Wohnraum zu einem Recht der Besserverdienenden“. Hohe Mieten betreffen gerade die über 60-Jährigen mit geringem Al-tersgeld. Der SoVD fordert daher für sie bezahlbare Mieten und Alltagshilfen, um ihnen einen von vielen gewünschten würdevollen Lebensabend im gewohnten Umfeld zu ermöglichen.
Wicher fordert zudem, den sozialen Wohnungsbau auch insgesamt durch kommunale und genossenschaftliche Träger auf über 6.000 Einheiten pro Jahr auszubauen.

„Dabei geht es nicht um Neubau auf Deubel komm raus. Der Senat muss seine Stadtplanung mit sensiblem Blick auf Ökologie und Mobilität begleiten“. Hamburg brauche mehr öffentlichen Personennahverkehr nicht nur zu Prestige-Vierteln wie der Hafen-City und zur Olympia-Bewerbung. Zu einer sozial- wie umweltorientierten Verkehrsplanung gehören auch die Einführung eines echten Sozialtickets sowie die Gestaltung eines ausreichenden Verkehrsraums für Fußgänger und Radfahrer – und Senioren. Sie haben ganz besondere Bedürfnisse im Alltag. Dazu gehören seniorenfreundliche Kundenzentren und Seniorentreffs aber auch Möglichkeiten, im Alter auf den Straßen zurechtzukommen und mobil zu bleiben. Damit dies in der Nachbarschaft umgesetzt wird, fordert Wicher mehr Mitsprache der Alten: Er plädiert dafür, dass die Bezirke bzw. Bezirksversammlungen in, Stadtteilbeiräte in eigener Zuständigkeit einsetzen können.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige