20. Landesverbandstag des SoVD Hamburg

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Klaus Wicher

SoVD Hamburg fordert Investitionen in die soziale Zukunft der Stadt: "Für ein soziales und gerechtes Hamburg".

Die Delegierten des SoVD Hamburgtreffen sich am 30. Mai 2015 im Berufsförderungswerk Hamburg-Farmsen (August-Krogmann-Straße 52) zu ihrem 20. Landesverbandstag. Die Vertreter des mit über 18.000 größten Hamburger Sozialverbandes wollen die Weichen stellen für eine aktive Sozialpolitik in Hamburg. Sie diskutieren dazu einen Leitantrag, der klar sozialpolitisch Position bezieht, so Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender SoVD Hamburg: „Hamburg darf nicht zum Standort wirtschaftlicher Interessen reduziert werden, Sozialpolitik ist kein Appendix einer Wirtschaftspolitik.“ Grußworte beim Landesverbandstag sprechen Detlef Scheele, Präses der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, sowie Thomas Ritzenhoff, Bezirksamtsleiter Wandsbek.

Der SoVD setzt sich dafür ein, der Sozialpolitik in Hamburg neuen Schub zu geben. Der SoVD fordert eine Politik sozialer Gerechtigkeit, die die Bekämpfung von Armut und sozialer Spaltung sowie die gesellschaftliche Teilhabe für Alle in den Mittelpunkt stellt. Wicher: „Mehr Sozialpolitik ist möglich und hängt allein vom politischen Willen des Senats und der ihn tragenden Parteien ab.“ Die Sozialpolitik aber ist nicht nur Landespolitik. Hamburg braucht eine starke soziale Stimme im Bund. Vom Hamburger Senat erwartet der SoVD Hamburg deshalb Gesetzesinitiativen im Bundesrat zu den drängenden sozialpolitischen und finanzpolitischen Aufgaben.

Der SoVD hat auch Hamburg spezifische Erwartungen, etwa einen Armuts- und Reichtumsbericht mit sozialräumlicher Betrachtung, einen sozial gerechten Wohnungsbau und die Schaffung öffentlich geförderter Beschäftigung für Langzeitarbeitslose. Eine sozial gerechte Stadt zeichnet sich darüber hinaus aus durch eine Infrastruktur, die es allen ermöglicht, am öffentlichen Leben teilzunehmen. Dazu bedarf es einer bürgerfreundlichen Verwaltung mit Kundenzentren ebenso wie einer differenzierten Nahversorgung mit Post, Einkaufsmöglichkeiten, Kultur, kostenfreien haushaltsnahen Dienstleistungen und einem kostengünstigen öffentlichen Personennahverkehr.

Ein besonderes Anliegen des SoVD ist die Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche von Geburt an. Der SoVD fordert daher, die offene Kinder- und Jugendarbeit auszubauen. Parallel dazu ist der Allgemeine soziale Dienst (ASD) durch eine unabhängige Expertenkommission zu überprüfen. Die aufsuchende Sozialarbeit ist zu verstärken; sozialräumliche Ansätze sind zu entwickeln.
Auch den demografischen Wandel wird der SoVD Hamburg sozialpolitisch begleiten, beispielsweise die stark aufwachsenden Bereiche Pflege, Leben im Alter sowie Gesundheitsversorgung. Wicher „Die Bezirklichen Seniorenberatungsstellen leisten hier einen bedeutenden Beitrag. Insbesondere die aufsuchende Arbeit wird weiter an Bedeutung gewinnen.“
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