Hilfsstrukturen stärken- Hilfebedürftige im Alltag nicht alleine lassen

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Wesentlicher Wunsch vieler Menschen ist es, auch wenn sie aufgrund ihres Alters, Krankheit oder Behinderung auf Hilfe angewiesen sind, ein solange wie möglich selbständiges und selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden und in der vertrauten Wohnumgebung zu führen. Eine Vielzahl hilfebedürftiger Menschen mit geringem Einkommen in unserer Stadt wie Senioren und chronisch Kranke sind aufgrund fehlender familiärer Hilfe oder zu geringer Sozialleistungen auf Hilfe zur Bewältigung ihres Alltags angewiesen. Sie brauchen Unterstützung im Haushalt, beim Einkauf oder dem Ausfüllen von Formularen sowie Begleitung zum Arzt oder zu Behörden.

„Das Problem ist, dass sich eine große Zahl Betroffener, die hin und wieder Hilfe benötigen, oft kostenpflichtige Dienstleistungen nicht leisten, weil sie nur eine geringe Altersrente erhalten, auf Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung angewiesen sind und vorhandenen Sozialleistungen nicht ausreichen“, macht Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender des SoVD Hamburg deutlich.

Altona


In Altona betreibt ein sozialer Beschäftigungsträger mit etwa 200 vom Jobcenter team.arbeit.hamburg bezahlten Mitarbeitern gemeinnützige Projekte, die hilfebedürftige Menschen unterstützen. Allerdings wurde dem Träger und seinen Mitarbeiter untersagt, bestimmte haushaltsnahe Dienstleistungen auszuführen. „Einigen Hilfebedürftigen droht Verwahrlosung, Vereinsamung oder die Unterbringung in einem Pflegeheim, weil sie nun niemand mehr im Alltag unterstützt. Die Menschen wissen nicht mehr, von wem und wo sie Hilfe erhalten oder sie können sich diese auch gar nicht anders leisten“, macht Wicher die Folgen für die Menschen deutlich.



„Seit längerer Zeit beobachten wir, dass durch die Rücknahme der Arbeitsgelegenheit Schwierigkeiten bestehen, Dienstleistungen für hilfebedürftige Menschen zu erbringen“, zeigt Wicher auf. „Nach unserer Auffassung ist es Aufgabe des Hamburger Senats die sich auftuende Lücke zu schließen, um benachteiligten Menschen die Teilhabe an der Gesellschaft zu sichern. Das Problem muss angegangen werden. Notwendig ist es, bestehende Strukturen zu stärken sowie wirksame und tragfähige Konzepte zu entwickeln, die im Alltag auf Hilfe angewiesene Menschen mit geringen Einkommen, sich leisten können“, fordert Wicher.
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