Konzentration steigern: Tipps für effizientes Arbeiten

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Konzentration steigern: Meditation in der Mittagspause – effizientes Arbeiten mit Hilfe fernöstlicher Entspannungstechnik (Foto: colourbox.com)
 
Konzentriertes Arbeiten ist eine Grundvoraussetzung für Erfolg im Beruf. (Foto: colourbox.com)

Der moderne Mensch lebt sehr intensiv und hat eine Menge Probleme zu bewältigen. Das gilt besonders im Berufsleben. Die Anforderungen durch den Arbeitgeber steigen ständig an (siehe hierzu auch: http://www.iza.org/en/webcontent/publications/repo...), gleichzeitig sparen die Betriebe immer mehr Personal ein, damit wächst die Arbeitsverdichtung für jeden einzelnen Mitarbeiter immer weiter an. Und gerade der moderne IT-Bereich, dessen Intension einst Arbeitserleichterung war, verlangt immer mehr und immer breitere Kenntnisse von jedem einzelnen Mitarbeiter ohne Rücksicht auf sein Alter.

Gleichzeitig ist es jedem klar, die Konkurrenz schläft nicht, d. h. jeder muss hundertprozentig funktionieren und die immer weiter steigenden Arbeitsanforderungen bewältigen. Bekannt geworden ist auch, dass diese Entwicklungen durchaus einen Zusammenhang haben können mit der ständigen Zunahme psychischer Erkrankungen – passend hierzu der Vortrag von Tanja Salkowski - und deshalb greifen viele Menschen im wahrsten Sinne des Wortes zu jedem Mittel, oft sind es stark gesundheitsgefährdende Medikamente oder gar Drogen, mit deren Hilfe sie sich die erwünschte Konzentrations- und Leistungssteigerung erhoffen. Anfangs können damit sogar Teilerfolge verbucht werden, aber langfristig verschlimmern sich die Probleme, die Menschen werden in einen Abwärtsstrudel ohne Wiederkehr gerissen.

Der deutlich bessere und gesundheitlich auch langfristig verträglichere Weg, die modernen Herausforderungen zu meistern, ist konzentriertes Arbeiten, also die Optimierung der eigenen Konzentration auf seine Arbeit nicht zuletzt auch durch effizientes Zeitmanagement.

Die Konzentration steigern bedeutet mehr Output durch konzentriertes Arbeiten


Effektive und erfolgreiche Arbeit steht auf drei starken Säulen: intensive Erholung, sorgfältige Arbeitsplanung und Belohnung.

Eine wichtige Voraussetzung für eine effektive Nutzbarmachung seiner eigenen Ressourcen ist zunächst einmal eine gute Erholung (maximum refresh) in der Freizeit. Dies kann beispielsweise durch ausreichenden und erholsamen Schlaf in einem gut durchlüfteten Raum (Sauerstoff) erreicht werden. Erholsamer Schlaf ist einfach erreichbar durch einen längeren Abendspaziergang an der frischen Luft, aber auf keinen Fall durch nervenaufreibende Action Thriller im Fernsehen oder stundenlanges Surfen im Internet bei nervös flippenden Werbebannern.

Überhaupt ist Sauerstoff geradezu ein Zauberwort, wenn es um die eigene Konzentrationsfähigkeit bzw. Konzentrationssteigerung geht. Daher wird in diesem Zusammenhang auch immer wieder zu regelmäßigem Sport an der frischen Luft geraten. Ein wichtiger und sehr sinnvoller Beitrag kann hier bereits der Weg von und zur Arbeitsstätte sein, wenn dieser zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden kann.

Wer diese Möglichkeit nicht hat, kann zumindest seine Mittagspause dafür nutzen, sich eine halbe Stunde draußen zu bewegen, wobei Wind und Wetter egal sind. Das so wichtige geschäftliche Gespräch in der muffigen, klappernden Kantine bei ständiger Erreichbarkeit für den Chef ist auf Dauer nicht wirklich förderlich für die persönliche Leistungsfähigkeit. In den Kreis dieser Überlegungen gehört auch das regelmäßige und gründliche Durchlüften des eigenen Büros bzw. Arbeitszimmers. Das ist übrigens eine gute Gelegenheit, seinen Augen den Blick in die Ferne zu gönnen. Das ständige "Kurzsehen" auf den nahen Bildschirm ist für unsere Augen absolut widernatürlich und beraubt uns früher oder später des Augenlichts. Dagegen ist die Einstellung der Linsen auf unendlich jedes Mal eine Wohltat für unsere Augen.

Diese Momente am Fenster oder unten im Hof sind dennoch wichtige Arbeitszeit, denn vor dem geistigen Auge läuft nun der planende Film darüber ab, mit welchen Prioritäten welche Aufgaben mit welchen Hilfsmitteln und mit welchen Kollegen abzuarbeiten sind. Übrigens erfordert jede Stunde konzentriertes Arbeiten eine kleine Pause dieser Art. Sofern es möglich ist, sollte auch die Art der Aufgabe bzw. der Arbeit jede Stunde (nach der Pause) gewechselt werden.

Nach jedem dieser Arbeitsabschnitte erfolgt eine kleine persönliche Belohnung. Das kann auch mal eine Zigarettenpause sein, die hier aber nicht explizit empfohlen wird, ein Apfel, ein Stück Schokolade oder ein paar Minuten der Lieblingsmusik sind der Gesundheit deutlich zuträglicher. Eine Münze, die nach jedem erfolgreichen Arbeitsgang in eine Flasche fällt, ist nicht nur ein visueller Indikator für den eigenen Fleiß und die eigene gute Arbeit, sondern auch eine tolle Belohnung nach einem oder einem halben Jahr, die den Urlaub mit dem Partner unerhört bereichern kann.


Konzentration steigern durch Vermeidung von Ablenkung


Die eigene Konzentration steigern geht nur mit der Vermeidung von Ablenkung. Einen sehr großen Anteil an unserer Ablenkung trägt das Handy bzw. iPhone & Co.. Die Welt bleibt nicht stehen, falls wir einmal nicht direkt erreichbar sind. Was an den modernen Büroarbeitsplätzen auch immer mehr zum Problem wird, ist die jederzeit mögliche unmittelbare Ansprache durch Kollegen: "Hey, Karl, kannst'e mal eben .....". Diesbezüglich werden aktuell immer wieder Modelle der "Nicht-Ansprechbarkeit" ausgearbeitet, um den Mitarbeitern überhaupt die Möglichkeit zu eröffnen, zu bestimmten Zeiten auch bei offener Bürotür absolut konzentriert bestimmte Arbeiten sozusagen im Stück durchzuziehen. Wer selbst mal programmiert hat, weiß, wie schwer es ist, gedanklich tief genug in die Welt seiner interagierenden Parameter einzutauchen und wie viel zerstört wird, wenn ein Kollege in diesem Moment fragt: "Hey, Karl, wie war's denn am Wochenende auf Sylt?" Ein Allgemeinrezept lässt sich in der Sache kaum formulieren, da die jeweilige Situation des Betriebes oder der Behörde stets sehr individuelle Züge hat.

Jeder Mensch hat seinen persönlichen Biorhythmus mit effizienten und auch weniger produktiven Phasen. Jede gute Führungskraft weiß das und wird daher akzeptieren, dass nicht jeder Mitarbeiter jede beliebig schwierige Aufgabe zu jedem beliebigen Zeitpunkt bearbeiten kann und soll. Entsprechende Verabredungen unter den Arbeitskollegen ggf. mit einem (temporären) Hinweis an der Bürotür können die Arbeitseffektivität des Teams deutlich steigern.

Störende Ablenkungen von außerhalb sollten ebenfalls reduziert werden: Entspannungsmusik auf dem Kopfhörer gegen lästige Geräusche und Plissees gegen blendende Sonnenstrahlen - mehr Info hier - können dabei helfen, bei der Sache zu bleiben und mit Konzentration die Arbeit zum erfolgreich zu Ende zu führen.


Youtube-Video des Südwestdeutschen Rundfunks über Neuromythen


Interessante Daten und Fakten über das menschliche Gehirn


Konzentrationsübungen für Erwachsene


Fernöstliche Entspannungstechniken wie sie das Buddhistische Meditationszentrum in der Erikastraße anbietet liegen voll im Trend. Gute Konzentrationsfähigkeit kann jeder erlernen und durch regelmäßige Übungen weiter steigern. Das funktioniert auch gut zwischendurch am Arbeitsplatz. Ein Beispiel:

- Die Augen schließen, tief durchatmen, die Gedanken frei schweifen lassen, schöne bunte Bilder vorstellen. Sich in totaler Entspannung Vogelgezwitscher oder Meeresrauschen vorstellen. Zur Unterstützung solcher Übungen gibt es für Anfänger entsprechende CD's. Das geht, auch in seiner Wirkung, ein bisschen in Richtung autogenes Training, muss aber nicht einmal so lange ausgeführt werden, oft reichen schon 5 Minuten zur Entspannung und Konzentrationssteigerung völlig aus.

- Daran anschließen lassen sich ein paar rhythmische, gymnastische Körperübungen ggf. bei einer passenden aufheiternden Musik, z. B. die Hände ausstrecken, Körper in Kniebeugen hoch- und runter bewegen usw.. Ganz wichtig ist, dass alle Aktivitäten mit ausreichend Flüssigkeitsaufnahme verbunden werden. Hier ist vor allem Wasser gemeint, nicht Kaffee und schon gar nicht Alkohol. Das Gehirn (und Nervensystem) braucht für seine gute Arbeit Wasser in großen Mengen.

Derartige Konzentrationsübungen für Erwachsene sollten immer wieder in der gleichen Weise ablaufen, gleichsam zu einem Ritual werden, so wie Pianisten vor ihrem Auftritt die Klavierbank bedächtig einregeln oder der Leichtathlet vor der Reckstange seine Hände mit weißem Magnesitstaub vor dem Abrutschen bewahrt. Mit der Zeit bewirken solche vorangestellten Rituale ein Signal für Körper und Psyche, jetzt auf Höchstleistung umzuschalten.
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