Kunststoff oder Keramik - Welche Zahnfüllung ist besser?

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Ein gesundes Lächeln macht jeden Menschen zum Sympathieträger. (Foto: colourbox.com)

Während früher Amalgam das Mittel der Wahl sehr häufig für Zahnfüllungen verwendet wurde geht heute der Trend eher dahingehend, auf Amalgam ganz zu verzichten und vorhandene Amalgamfüllungen zu entfernen. Gründe hierfür gibt es viele, nicht zuletzt die Tatsache, dass durch die fortgeschrittene Technik Keramikfüllungen und Kunststofffüllungen in ihrer Qualität dem Amalgam vergleichbar geworden sind. Ein weiterer Grund für viele sich das Amalgam entfernen zu lassen ist der, dass Amalgam kleine Mengen an Quecksilber enthält und viele Menschen darauf unter anderem mit chronischen Kopfschmerzen reagieren - siehe hierzu auch: http://equapio.com/de/gesundheit/amalgam/.

Welche Zahnfüllung sollte verwendet werden?

Kunststoff oder Keramikfüllungen unterscheiden sich nicht nur durch ihr Material, sondern auch in punkto Verarbeitung und Langlebigkeit. Während gut gemachte Keramikfüllungen durchaus bis zu 30 Jahre überdauern können, müssen Kunststofffüllungen oftmals bereits nach zehn Jahren wieder ausgetauscht werden.

Andererseits besteht inzwischen die technische Möglichkeit gerade kleine Schäden im Zahnschmelz durch spezielle Instrumente minimalinvasiv zu entfernen, so dass anschließend so genannte Mikrofüllungen (siehe auch: http://www.sicherlachen.de/loesungen/fuellungen.html) verwendet werden können. Das Mittel der Wahl für Mikrofüllungen ist der Kunststoff, da dieser Passgenau eingebracht werden kann. Dies ist ein großes Plus für die Kunststofffüllung, da der Materialverlust für eine Keramikfüllung wesentlich größer wäre. Noch ein weiteres Plus für die Kunststofffüllung ist der niedrigere Selbstkostenanteil des Patienten. Während eine Keramikfüllung gut und gerne 600 € und mehr kosten kann, kostet eine Kunststofffüllung oftmals unter 100 €, in der Regel jedoch höchstens die Hälfte einer Keramikfüllung.
Erst bei größeren Defekten überwiegen die Vorteile der Keramikfüllung durch die optimierte Passform und die Langlebigkeit des Materials. Ein weiteres Plus der Keramikfüllung ist die Tatsache, dass sich diese im Laufe der Zeit nicht verfärbt und maximal ein kleiner brauner Rand entstehen kann – dort wo die Füllung im Zahn befestigt wurde.

Jede Füllung beim Zahnarzt individuell entscheiden

Die Entscheidung welche Füllung beim Zahnarzt verwendet werden soll, sollte immer eine individuelle Entscheidung bleiben. Dabei sollten nicht nur finanzielle Aspekte eine Rolle spielen, sondern auch das eigene Alter, die Größe des zu behandelnden Zahndefekts und die technische Ausrüstung des Zahnarztes.

Youtube-Video von arztwissen.tv

Zementfüllungen sind die Basisleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Medizinisch gesehen sind diese ausreichend, sie halten nur nicht besonders lange.

So können Keramikfüllungen bei sehr jungen Menschen, wie auch bei sehr alten Menschen geeignet sein, da bei Ersterem oftmals noch weitere Defekte im Laufe des Lebens hinzukommen und daher unbedingt soviel Zahnsubstanz als möglich erhalten werden sollte, während bei Letzteren eine Kunststofffüllung nicht nur kostengünstiger ist, sondern auch vermutlich für den Rest des Lebens ausreichend sein wird.
Wenn es darum geht Amalgam entfernen zu lassen, ist es oftmals sinnvoll, diese durch Keramikfüllungen zu ersetzen, da diese bei größeren Defekten besser geeignet sind. Zumal es in den meisten Fällen nicht notwendig ist, das Amalgam auf einmal zu entfernen.
Da hingegen ist es besser, sich bei kleineren Defekten für Kunststofffüllungen zu entscheiden, vor allen Dingen dann wenn der Zahnarzt die technischen Möglichkeiten hat Mikrofüllungen einzusetzen. So wird Zahnsubstanz geschont und es besteht immer noch die Möglichkeit, in 10 oder 15 Jahren den Kunststoff durch Keramik zu ersetzen.
Bei der Entscheidung welche Zahnfüllung zur Anwendung kommt, sollten die Verunsicherungsversuche seitens des Zahnarztes oder durch andere ignoriert werden - es kommt einzig und allein auf einen selbst an. Auch kann es Sinn machen, sich gegebenenfalls von einem weiteren Zahnarzt beraten zu lassen, bevor die Entscheidung getroffen wird, welche Füllung beim Zahnarzt nun angewendet werden soll.

Weitere Tipps:

- Zahnarztsuche in Hamburg: http://www.hamburger-wochenblatt.de/altstadt/menschen/einen-guten-zahnarzt-in-hamburg-finden-d10942.html
- Was tun ohne Krankenversicherung?: http://www.hamburger-wochenblatt.de/st-georg/menschen/krank-und-keine-versicherung-was-tun-d10583.html
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3 Kommentare
71
Eleonore Heilmann aus Bramfeld | 30.05.2014 | 22:57  
7
Nadine Baier aus Hamm | 01.06.2014 | 09:05  
13
Theo Ritter aus Neustadt | 02.06.2014 | 14:38  
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