SoVD-Hamburg Landesfrauenkonferenz 2015: „Altersarmut ist Frauensache“

Wann? 14.10.2015 14:30 Uhr

Wo? Bürgertreff Altona-Nord, Gefionstraße 3, 22769 Hamburg DE
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Susanne Langhagel, Landesfrauensprecherin SoVD Hamburg
Hamburg: Bürgertreff Altona-Nord | Die diesjährige Landesfrauenkonferenz des SoVD Hamburg findet statt am Mittwoch, 14. Oktober 2015, 14.30 Uhr bis 17. 30 Uhr im BIB, Bürgertreff in Altona, Gefionstr. 3. Das Thema heißt: „Altersarmut / Frauenarmut“.

„Frauen verdienen weniger als Männer. Sie fehlen in Chefetagen und im Handwerk. Oft sind sie nur teilzeitbeschäftigt – und das in frauentypischen, schlecht bezahlten Jobs, z.B. in der Pflege, in der Kindererziehung. Das hat Folgen: Frauen erwerben dadurch nur geringe Rentenansprüche; Altersarmut ist Frauensache. Von den über 65-Jährigen Frauen ist jede sechste armutsgefährdet“, sagt SoVD-Landesfrauensprecherin Susanne Langhagel. „Der SoVD nutzt die Landesfrauenkonferenz, um die öffentliche Diskussion weiterzuführen und auf eine bundesweite Aktion in Hamburg aufmerksam zu machen.“

Ein Bündnis aus SoVD, Volkssolidarität, Deutscher Frauenrat und Gewerkschaften wendet sich mit einer Unterschriftenaktion an die Bundeskanzlerin: „Ihre Unterschrift für eine gerechte Mütterrente“. Anlass ist die Kritik an der Ungleichbehandlung bei Kindererziehungszeiten in Ost und West sowie an der Regelung, dass Mütter, die ihre Kinder vor 1992 geboren haben, bei der Rente benachteiligt werden. Zudem fordern die Verbände, die Mütterrente nicht länger aus der Rentenkasse zu finanzieren. Erziehung sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Auswirkungen müssten alle Steuerzahler tragen.

Auch Hamburg ist öffentlich eher auf Männer denn auf Frauen eingestellt: Etwa 2000 Straßen und Plätze sind nach Männern benannt, 300 nach Frauen.
Der SoVD fordert u.a. die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern, Abschaffung prekärer Arbeitsverhältnisse sowie auch finanzielle Aufwertung „frauentypischer“ Jobs, um so die Voraussetzungen für eine auskömmliche Altersversorgung zu schaffen. „Die Mütterrente darf nicht mehr von der Grundsicherung abgezogen werden! Immerhin 56 Euro im Monat pro Kind, das macht für eine Seniorin, die jeden Cent umdreht, viel aus. Und: Frauen dürfen sich einfach nicht darauf verlassen, dass das Alterseinkommen des Ehemanns reicht“, so Susanne Langhagel weiter.

Informationen: Karin Wöhrmann, Landesgeschäftsstelle: Tel: 040 / 61 16 07 11
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1 Kommentar
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Elke Noack aus Rahlstedt | 26.04.2016 | 20:15  
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