„Wenn Mieten erschwinglich sind oder passende Sozialwohnungen zur Verfügung stehen, können Frauen die Frauenhäuser früher wieder verlassen“.

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Klaus Wicher
"Wir unterstützen den Protest der Frauen in den Frauenhäusern. Denn das hohe Mietniveau und der Mangel an Sozialwohnungen trifft besonders Hamburger in Not. Dazu gehören auch Frauen, die vor der Gewalt Zuhause in ein Frauenhaus fliehen müssen“, so Klaus Wicher, 1. Landesvorsitzender des SoVD Hamburg. „Dabei darf der Aufenthalt in einem Frauenhaus kein Dauerzustand werden. Die Betroffenen wollen und sollen ja wieder am normalen Leben teilhaben. Bisher aber bleibt fast jede dritte Frau länger als ein halbes Jahr im Frauenhaus.“ Wicher mahnt daher die Bürgerschaft, den Worten Taten folgen zu lassen. So sieht der Landesaktionsplan von Mai 2012 vor, dass „die lange Verweildauer von Frauen und Kindern in den Frauenhäusern (verkürzt werden) muss, soweit sie durch Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche bedingt ist. Hierzu sind noch im Jahr 2012 wirksame Maßnahmen zu ergreifen.“

Wicher kritisiert: „Der jährliche Etat dümpelt weiter bei etwa fünf Millionen Euro. Es gibt zu wenige Wohnungen, in die Frauen ziehen können, sobald sie den vorübergehenden Schutzraum verlassen könnten“. Der SoVD Hamburg fordert seit langem, Frauenhäuser unbürokratisch, bedarfsgerecht und verlässlich zu finanzieren.

Der SoVD Hamburg unterstützt die Kampagne „Schwere Wege leicht machen“ und ruft zur Teilnahme an der Informations-Kundgebung der Autonomen Hamburger Frauenhäuser am 13. Dezember 2013 um 10.30 Uhr auf dem Ida-Ehre-Platz auf.

Weitere Informationen: Karin Wöhrmann, Landesgeschäftsstelle: Tel: 040 / 61 16 07 0
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