Ergonomie am Arbeitsplatz

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Büromöbel Unter welchen Bedingungen können Bürostuhl & -tisch, Bildschirm, Tastatur & Maus die Gesundheit am Arbeitsplatz positiv beeinflussen?

Nur noch etwa zehn Prozent der Bevölkerung sind in körperlich schweren Berufen tätig. Der überwiegende Teil verbringt den Arbeitsalltag vor dem PC-Bildschirm. Durchschnittlich sitzt ein Büromensch mehr als 80.000 Stunden während seines Arbeitslebens. Das lange Sitzen bewirkt, dass die Muskulatur erschlafft und das Herz-Kreislauf-System schlechter arbeitet. Mediziner sind sich darin einig, dass die Sitzposition für den menschlichen Körper eine der schlechtesten Haltungen ist. Für 21% gehört die Beschaffenheit des Sitzplatzes zu einem Störfaktor am Arbeitsplatz.

Dies untermauern sie durch folgende Aspekte:


- durch zu langes Sitzen erschlafft die Bauchmuskulatur
- eine falsche Sitzhaltung führt zu einer Verformung des Rückens zu einem Rundrücken
- die Bandscheiben werden ungleichmäßig belastet und schlecht mit Nährstoffen versorgt
- durch die mangelnde Durchblutung kommt es zu Muskelverspannungen und -verhärtungen
- die Verdauungs- und Atmungsorgane werden eingeengt
- das Herz-Kreislauf-System wird nicht genügend trainiert

Viele Betroffene leiden unter Rückenschmerzen, Verspannungen und psychovegetativen Beschwerden. Nahezu jeder hatte schon einmal mit Müdigkeit, Kopfschmerzen, Erschöpfung und Schlafstörungen zu kämpfen.
Mehr Bewegung am Arbeitsplatz durch hochwertige, ergonomische Möbel

Um diesen Problemen entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, die einzelnen Elemente am Bildschirmarbeitsplatz gut auf den Arbeitenden abzustimmen. Was Arbeitnehmern besonders wichtig ist, wenn Sie Ihren Arbeitsplatz selbst gestalten dürften ist interessant. Die nachfolgenden Tipps sollen dabei helfen, den Arbeitsplatz ergonomisch einzurichten und zumindest die Arbeitsmittel Bürostuhl & -tisch, sowie Bildschirm, Tastatur & Maus richtig zu nutzen.

Der Bürostuhl


Der Bürostuhl zählt am Arbeitsplatz zu den Geräten, von denen die eigene Leistungsfähigkeit und Gesundheit am meisten abhängen. Ein korrekt angepasster Bürodrehstuhl stützt die Wirbelsäule und fördert die richtige Sitzhaltung. Stetig wechselnde Arbeitshaltungen (Hin- und Herrutschen auf dem Stuhl) werden ermöglicht und eine hohe Leistungsbereitschaft gefördert.

Die Sitzhöhe sollte sich so einstellen lassen, dass die Oberschenkel leicht nach vorne abfallen oder waagerecht sind (entspricht der Kniekehlenhöhe). Der Rücken muss festen Kontakt zur Lehne haben. Von der vorderen Kante des Sitzes zur Kniekehle sollten etwa zwei, drei Zentimeter Platz sein. Die Ellbogen liegen bei entspannten Schultern locker auf. Bei einem hochwertigen Bürostuhl befindet sich die Wölbung (Lendenbausch) der Rückenlehne in Höhe der Lendenlordose (Gürtelhöhe). Die Rückenlehne muss sich so einstellen lassen, dass der Rücken in jeder Lage gestützt wird und die Lehne alle Oberkörper-Bewegungen mitmacht. Das heißt, der Sitzende fällt weder nach hinten, noch wird er nach vorn gedrückt.

Eigenschaften eines hochwertigen Arbeitsstuhls:

+ Sitzbreite zwischen 40 und 48 cm
+ Sitztiefe zwischen 38 und 44 cm
+ Sitzhöhe zwischen 42 und 53 cm (verstellbar)
+ kipp- und standsicher mit 5 Rollen
+ Rückenlehnen befinden sich zwischen 48 und 55 cm über der Sitzfläche
+ Wirbelsäule wird beim Hinsetzen gut abgefedert
+ gute Polsterung, abgerundete Vorderkante
+ Synchronmechanik lässt sich individuell einstellen
+ Armlehnen in Höhe und Tiefe verstellbar
+ Polsterung aus rutschfestem Material
+ eventuell inklusive Fußstütze für kleine Personen

Der Arbeitstisch


Die richtige Arbeitshöhe der Bürotisches befindet sich etwas unter der Ellbogenhöhe. Über den Oberschenkeln sollte eine Handbreit Platz bis zur Unterkante der Tischplatte sein. Falls der Arbeitstisch zu niedrig sein sollte, kann er mit Tischbein-Passstücken erhöht werden. Ist der Tisch zu hoch, ist es möglich, großblättrige Fußstützen zu benutzen oder - falls möglich - die Tischbeine abzusägen. Bei Fußstützen ist allerdings zu beachten, dass diese die Sitzpositionen und den Fußraum einschränken. Deshalb gelten sie nur als Notlösung.

Eigenschaften eines optimalen Arbeitstisches:

+ Mindestarbeitsfläche von 160 cm x 80 cm
+ Höhe von 72 cm (möglichst höhenverstellbar von 68 cm bis 76 cm)
+ reflexionsarme Tischoberfläche
+ genügend Beinfreiheit
+ eventuell neigbar
+ geräuschintensive und vibrierende Geräte sollten auf separaten Tischen stehen

Bildschirm, Tastatur und Maus


Zur Vermeidung ergonomisch falscher Zwangs- oder Arbeitshaltungen sollten Bildschirm, Tastatur und Maus getrennt voneinander aufstellbar sein.

Eigenschaften eines ergonomischen Bildschirmes:

+ Oberkante des Bildschirmes befindet sich in Höhe der Augen
+ Bildschirm ist leicht nach hinten geneigt
+ Aufstellung erfolgt frontal zum Gesicht, parallel zu den Fenstern und zwischen zwei Lampen
+ Abstand je nach Größe des Bildschirms beträgt 60 cm bis 80 cm
+ Zeichen auf dem Monitor sind gut lesbar
+ Schrift wird dunkel und gut lesbar dargestellt

Eigenschaften einer ergonomischen Tastatur und Maus:

+ Tastaturfeld hat eine Neigung zwischen 5 und 15 Grad
+ Handballenauflage vor der Tastatur ist zwischen 5 und 10 cm breit sowie 50 bis 100 mm tief
+ einige Modelle haben eine leichte Erhöhung in der Mitte und sind abgewinkelt bzw. zweigeteilt
+ Form der Tasten sollte für mehr Griffigkeit konkav sein
+ Durchmesser der Tasten zwischen 12 und 15 mm
+ Tastenbetätigungsdruck zwischen 0,25 und 1,5 Newton
+ die Maus sollte der Anatomie der Hand entsprechen: zu den Fingern hin breit auslaufend, zum Handballen hin rund
+ die Größe entspricht der gewölbten Hand

Detaillierte Infos zu den Einstellungen im Rahmen der Arbeitsplatz-Ergonomie bietet auch die AOK.

Büroraum und Beleuchtung


Neben der Verwendung hochwertiger Büromöbel wirken sich zudem ein helles und geräumiges Zimmer, eine Raumtemperatur von etwa 22° Celsius und eine gute Beleuchtung positiv auf Gesundheit und Arbeitsmotivation aus. Der Raum muss möglichst gleichmäßig ausgeleuchtet werden. Das Tageslicht ist die beste Quelle. Eine künstliche Beleuchtung sollte möglichst flacker- und flimmerfrei sein und in Blickrichtung zeigen. Reflex- und Direktblendungen sind zu reduzieren.
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