Im Gespräch mit Einem, der aneckt

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Unternehmer Wolfgang Grupp (m.) sprach beim Abend der Norderstedter Wirtschaft. Foto: bf

Trigema-Chef Wolfgang Grupp zu Besuch in Norderstedt

Norderstedt. Seine Ansichten sind zum Teil so schräg und gegen den Strich gebürstet, dass sie fast schon wieder reizvoll sind. Zudem vertritt Wolfgang Grupp seine Standpunkte mit so viel Überzeugung, dass sie dem Zuhörer sehr eingängig erscheinen.
Davon konnten sich jetzt die 360 Zuhörer des Abends der Norderstedter Wirtschaft überzeugen, zu dem der Marketingverein mit dem Inhaber des schwäbischen Textilherstellers Trigema zum zwölften Mal einen prominenten Redner in die Norderstedter TriBühne eingeladen hatte. Und der 70 Jahre alte Geschäftsführende Gesellschafter und Arbeitgeber von 1200 Mitarbeitern nahm kein Blatt vor den Mund. „Wir müssen wieder zurück zur Verantwortung der Entscheidungsträger kommen“, fordert Grupp. Manager, die über Milliardengelder und das Schicksal von Tausenden Menschen entscheiden, müssten persönlich haftbar zu machen sein für ihr Tun. Nur wer die alleinige Haftung trage, könnte sich seiner gesellschaftlichen Aufgabe bewusst sein.
Bei seinem Unternehmen „Trikotwarenfabrik Gebrüder Mayer“ (Trigema), das Sport- und Freizeitkleidung ausschließlich für den deutschen Markt herstellt, bürge er für alle Entscheidungen mit seinem Privatvermögen, versicherte Grupp. Noch nie sei bei ihm ein Mitarbeiter wegen schlechter Auftragslage entlassen worden. Sein Betrieb, der 87 Millionen Euro Jahresumsatz erwirtschaftet, habe eine Eigenkapitalquote von 100 Prozent. „Ich brauche seit Jahrzehnten kein Geld von der Bank“, sagte er. (bf)
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