Mit-Mach-Uni an der „Ulze“

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Studenten der Medical School Hamburg laden in der „Kunst-Apotheke“ zu Workshops ein – hier geht es um die Wahrnehmung des Raumes und Ausdrucksmöglichkeiten Foto: Blum
Norderstedt: Ulzburger Straße 310 |

„Pop-up-Uni“ in Norderstedt lädt ein: Gesellschaftliche Veränderung, Nachbarschaft gestalten, Alltag neu erleben

Von Claudia Blume
Norderstedt
Norderstedt bekommt eine Hochschule – wenn auch nur auf Zeit. In die ehemalige Apotheke im Geschäfts- und Wohnkomplex Ulzburger Straße 310 sind 40 Studenten der Medical School Hamburg (MSH) eingezogen, um bis Ende Juli ihre Unterrichtseinheiten abzuhalten. Doch nicht hinter Gardinen und verschlossenen Türen, sondern ganz öffentlich. Passanten können den Studierenden quasi beim Lernen über die Schulter schauen und sind eingeladen im offenen Atelier mitzuwirken.

„Kunst, Gesellschaft und Gesundheit“

Nachbarschaft gestalten, den Alltag neu erleben – Methoden der gesellschaftlichen Veränderung ist das Thema des Studiengangs „Kunst, Gesellschaft und Gesundheit“ an der Hamburger Privatschule, die sich auf therapeutische, pädagogische, sozialkulturelle Berufsbereiche spezialisiert hat. „Für uns ist die ‚Kunst-Apotheke’ ein Pilotprojekt und wir sind gespannt, wie es sich zusammen mit den Norderstedtern entwickeln wird“, sagt Poesie-Dozentin Kerstin Hof. Erzählcafés, Lesungen im Bus, plastisches Gestalten, Circle Singing, Performances, Schreibwerkstätten, Freiluftkino, Klang- und Hörstationen sind erste Ideen der Studenten für eine „PartyzipaZone“, um das Quartier kulturell aufzuwerten – um im Sommer ihre erfolgreichen Abschlussarbeiten präsentieren zu können.

Machen Sie mit und entdecken ihr Norderstedt neu

Die „Pop-up-Uni“ ist eine Zusammenarbeit der Stadt Norderstedt und des Initiativkreises Ulzburger Straße (IKUS). „Wir haben lange nach einem ‚Wow-Projekt’ gesucht, um im Rahmen der Umgestaltung der ‚Ulze’ Aufmerksamkeit für die Einkaufsmeile zu schaffen. Das Wohnungsunternehmen Potenberg hat nun die leerstehenden Räume zur Verfügung gestellt, so dass sich unsere Idee von bespielbaren Containern nun zu einer bespielbaren Apotheke gewandelt hat“, sagt IKUS-Vorsitzender Henning Schurbohm. Jan Sommer, Professor für Musiktherapie an der MSH, zeigt sich beeindruckt von Unternehmen, die sozio-kulturelle Verantwortung für ihr Quartier übernehmen, etwas wagen wollen, kreativ sind – „hier finden sich Parallelen zur Kunst und unseren Studenten.“ Der Stundenplan für die Vorlesungen sowie das offene Atelier hängen im Schaufenster der „Kunst-Apotheke“ aus. „Kommen Sie vorbei, machen Sie mit und entdecken ihr Norderstedt neu“, sagt Dozentin Kerstin Hof einladend.

Weitere Infos: „Kunst-Apotheke“
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