Orts-Historie in Stein

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Naturfreund Matthias Negerle lehnt sich an eines der beiden Beine aus „Anröchter Dolomit“ am Wendehammer in Ulzburg-Süd. Foto: Jaeger

Bildhauer gestaltet „Brunnen am Wöddel“

Henstedt-Ulzburg. Mitten auf der Wiese, wenige Meter voneinander entfernt, stehen seit drei Jahren an der Abschiedskoppel im Ortsteil Ulzburg-Süd zwei mächtige Beine aus Stein. Sie sind zwei Meter hoch, jedes wiegt sechs Tonnen. Es sind Kunstwerke des Bildhauers Thomas Behrendt aus Norderstedt, sie gehören zum Projekt „Kunstwerke im Alsterland“ und tragen den Namen „Auf eigenen Füßen stehen“. Sie sollen auf den Wanderwegen Natur und Kunst miteinander verbinden.
Seit sechs Jahren steht auf dem Marktplatz in Henstedt-Rhen außerdem das Kunstwerk „Anschieben“. Nun beginnt Behrendt noch in diesem Jahr mit den Arbeiten an einem dritten Projekt. Der Kultur- und Sportausschuss hat in seiner letzten Sitzung die Genehmigung für den „Brunnen am Wöddel“ erteilt und stellt dafür insgesamt 50.000 Euro bereit.
Der Grundgedanke besteht darin, dem Platz neben dem Wöddel in Henstedt seine über Jahrhunderte gewachsene Funktion als Dorfmittelpunkt zurückzugeben.
Auf der Rasenfläche neben dem Wöddel steht im Zentrum ein Granitfindling. Aus dem Inneren des Steins steigt Wasser an die Oberfläche und läuft in sieben Rinnen, den vom Wöddel im Mittelalter ausgehenden sieben Wegen entsprechend, über den Findling auf eine mit Feldsteinen gepflasterte Kreisfläche.
Von dort wird das Wasser durch farblich abgesetzte Rinnen in den äußeren Kreisbogen abgeleitet. Am äußeren Rand stehen Bänke, zwischen denen die Wege ihre Fortsetzung finden. Hinter den Bänken ist eine Bepflanzung mit Stauden, niedrigen Büschen und Rosen vorgesehen.
Die Gestaltung und auch die Materialien (Granit, Feldsteine, rote Klinker) des Kunstobjektes nehmen Bezug auf die Geschichte des 669 Jahre alten Dorfes Henstedt, sie sollen den Platz als Dorfmittelpunkt und Begegnungsstätte für Jung und Alt neu beleben. „Kunst im öffentlichen Raum genießt in Henstedt-Ulzburg einen hohen Stellenwert“, sagt die Geschäftsführende Bürgermeisterin Elisabeth von Bressensdorf. (rj)
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