Papa trank sich tot

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Tina Wolf liest aus ihrem Buch „Ich dachte, ich könnte dich retten“, in dem sie die Alkoholsucht ihres Vaters beschreibt Foto: Gisi Rameken, Repro: now

Moderatorin Tina Wolf liest in der Bücherei Quickborn

Quickborn Am Dienstag, 4. November, kommt die Autorin Tina Wolf (41) aus Alt-Rahlstedt um 19 Uhr in die Stadtbücherei, um auf Einladung der Fachstelle „Kleine Riesen“ aus ihrem Buch zu lesen. Zu den „Kleinen Riesen“ kommt die NDR-Fernsehjournalistin, um mit ihnen über ihren Vater zu sprechen, der Alkoholiker war. Wie die Kinder und Jugendlichen, die in der Fachstelle betreut werden, hat sie als Kind erlebt, wie belastend das Leben mit suchtkranken Eltern ist und wie schnell Kinder die Verantwortung für ihren Vater oder Mutter übernehmen. Tina Wolf hat ihre Erfahrungen in dem Buch „Und ich dachte, ich könnte dich retten“ beschrieben. Heute sagt sie: „Ich hatte Glück, ich wurde nie von meinem Vater als Bote ausgenutzt, wurde nie geschlagen. Ich habe ihn immer geliebt.“
Doch das Thema Alkoholismus hat ihr Leben geprägt. „Ich trinke zwar mal Sekt oder Wein, aber ich kontrolliere mich extrem – zum Beispiel, wie viele Flaschen gehen zum Altglascontainer“, erzählt Wolf. Weil bei ihrem Vater niemand einschritt, macht sie sich heute auch schon mal unbeliebt und macht bei Freunden oder Kollegen den Mund auf, wenn ihr übermäßiger Alkoholkonsum auffällt. „Es kann jeden treffen. Mein Vater war kein asozialer Typ, sondern extrem gepflegt. Bis 14 Tage vor seinem Tod ist er noch zur Arbeit gegangen. Erst danach wurde in der Firma offen über das Thema gesprochen.“ Das macht sie heute noch wütend. Tina Wolf ist selber Mutter. Ihr Sohn ist sieben. „Er ist das Beste in meinem Leben“, steht für die Journalistin fest. (now)

Die Lesung ist kostenfrei. Anmeldung möglichst bis Donnerstag, 30. Oktober, bei Sina Jessen unter Tel.: 04106/600 00 oder sucht.quick@ats-sh.de
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1 Kommentar
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Elke Noack aus Rahlstedt | 29.10.2014 | 08:12  
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