100 Wohnungen für Senioren

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Am Harksheider Markt/Exerzierplatz soll bis 2020 dieses Senioren-Wohnzentrum entstehen Animation: Paloh Architekten, Hamburg

Adlershorst plant in Harksheide Neubau mit Betreuungsangebot

Von Claudia Blume
Norderstedt
Der Harksheider Markt wird im Laufe des nächsten Jahrzehnts baulich gesehen sukzessive sein Gesicht verändern. Im ersten Schritt hierzu fasste der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr am 1. Oktober einstimmig den Aufstellungsbeschluss für ein umfangreiches Vorhaben der Baugenossenschaft Adlershorst.
Das Norderstedter Unternehmen möchte an der Ecke zum Exerzierplatz eine moderne Seniorenwohnanlage mit etwa 100 Wohnungen in einem drei- bis fünfstöckigen Neubau errichten. Ein renommiertes Dienstleistungsunternehmen soll im Rahmen des Konzeptes für Service-Wohnen spezielle Angebote wie Kurse, Veranstaltungen und Beratungen für Senioren anbieten. Auch ein Wohn- und Betreuungsangebot für Demenzkranke ist angedacht.
Baubeginn könnte frühestens 2017 sein. Bis 2025 sollen neun große Mehrfamilienhäuser entlang des Alten Kirchenweges und im Stonsdorfer Weg neuen Gebäuden mit insgesamt 190 Wohneinheiten weichen – darunter 30 Prozent geförderter Wohnraum. „Die Häuser stammen alle aus den 60er-Jahren und entsprechen nicht mehr den energetischen Anforderungen von heute“, erklärt Uwe Wirries, Adlershorst-Vorstandssprecher, „von den Optionen ‚Sanierung‘ oder ‚Abriss mit Neubau‘ haben wir uns für die zweite entschieden.“

„Hier leben viele Senioren, die von der guten Infrastruktur profitieren“ Uwe Wirries,
Vorstand Adlershorst


Im Blick hat das Unternehmen vor allem die Altersstruktur rund um den Harksheider Markt. „Hier leben viele Senioren, die von der guten Infrastruktur profitieren. Dem möchten wir Rechnung tragen und ihnen ein altersgerechtes Wohnen in ihrem gewohnten Umfeld ermöglichen“, so Wirries. Er möchte vermeiden, dass sich Bestandsmieter Sorgen um den möglichen Verlust ihrer bisherigen Wohnung machen. „Wir setzen frühzeitig auf Information und haben alle Mieter bereits angeschrieben. Zudem stehen unsere Quartiersbetreuer, die ständig vor Ort sind, für persönliche Gespräche zur Verfügung und erläutern unsere Zukunftspläne. Wichtig ist uns, alle Mieter auch in den Bauphasen vernünftig unterzubringen. Nach Möglichkeit ist nur ein Umzug nötig – nämlich der in die neue Wohnung.“ Die Politik befürwortet das umfangreiche Neubau-Projekt. „Die Stadtverwaltung hat ein Interesse, das Quartier um den Harksheider Markt städtebaulich weiterzuentwickeln und positiv zu verdichten, um begehrten und notwendigen Wohnraum zu schaffen. Pläne sehen hier eine Erhöhung des Wohnungsbestandes um 35 Prozent vor“, sagt Nicolai Steinhau-Kühl, Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr. Nach Angaben von Adlershorst wird für das gesamte Vorhaben ein zweistelliger Millionenbetrag kalkuliert.
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