Abwählen - so geht‘s...

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Büroleiter Jens Richter (links) gratulierte Bürgermeister Torsten Thormählen am 1. Juli 2010 zum Amtsantritt. Jetzt trennen sich ihre Wege Foto: R. Jaeger

Einwohnerversammlung am 14. August zu Fall Thormälen und Stadtwerdung

Henstedt-Ulzburg. Rechtsanwalt Prof. Dr. Michael Gubitz (Kiel) hat im Auftrag seines Mandanten, des im März 2012 vom Dienst suspendierten Bürgermeisters Torsten Thormählen, beim Amtsgericht Norderstedt fristgemäß Einspruch gegen den Strafbefehl wegen Betruges in zwei Fällen und Vorenthaltens von Arbeitsentgelt in 47 Fällen eingelegt. Nun kommt es zur Hauptverhandlung unter Vorsitz von Richter Jan Buchwald. Der Termin steht noch nicht fest.
Bürger haben das Wort
Unabhängig davon, wie das Urteil ausfällt, der Strafbefehl sieht eine Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung und eine Geldstrafe von 10.000 Euro vor, haben am 22. September die Bürger in einem Abwahlverfahren das Wort. Dass es eingeleitet wird, hatten Mitte Mai alle Gemeindevertreter befürwortet.
Über Einzelheiten werden die Politiker am 14. August (19 Uhr) bei der Einwohnerversammlung im Bürgerhaus informieren.
„Wir rechnen mit einem großen Andrang“, sagt Rathaus-Büroleiter Jens Richter. „Im Bürgerhaus ist Platz für 400, im Ratssaal nur für 200 Personen.“
Auch Thormählen hat eine Einladung erhalten. Ob er kommt, ist allerdings fraglich. „Er hätte noch einmal Gelegenheit, Fragen zu beantworten“, sagt die
1. stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth von Bressensdorf.
Im zweiten Tagesordnungspunkt geht es um die Frage, ob Henstedt-Ulzburg Dorf bleibt oder Stadt werden soll. Vor dem Bürgerentscheid am 22. September sollen diesbezüglich im Vorfeld alle Fragen beantwortet werden.
Die Zahl der Mitglieder (56) und Unterstützer (125) der von Alt-Bürgermeister Volker Dornquast gegründeten Bürgerinitiative (www.wir-bleiben-gemeinde.de) steigt. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete. „Es ist schön, dass es so viele Bürger gibt, die sich für die Gemeinde und gegen die Stadtwerdung einsetzen.“
Uwe Schmidt ist gegen Stadtwerdung
Bürgervorsteher Uwe Schmidt (CDU), der die Termin-
Bekanntmachung der Gemeinde unterschrieben hat, muss bei der Versammlung nicht nur die Versammlung leiten, sondern sicherlich auch persönlich Stellung beziehen. Er hatte bestätigt, Mitglied der Bürgerinitiative zu sein. Ungeklärt ist, ob diese Tatsache mit seiner Position als Bürgervorsteher vereinbar ist. (rj)
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