Ältester Bauernhof weicht Stadtvillen

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Als der Bagger mit den Abrissarbeiten begann, waren Margarete Budding und Bauherr Frank Winter zur Stelle.Foto: Jaeger
Henstedt-Ulzburg. Pünktlich um acht Uhr in der Früh beginnt der mächtige Schaufelbagger des Kisdorfer Abbruchunternehmens Helmut Simson mit der Arbeit. Zunächst nimmt sich der Fahrer die ehemaligen Stallgebäude vor. Männer in weißen Schutzanzügen müssen erst einmal den Asbest entsorgen. Später ist das kleine Spitzdachhaus an der Reihe. Hier hat Eigentümerin Marie Budding ihr Leben lang gewohnt, hier ist sie Anfang dieses Jahres im Alter von 97 Jahren gestorben. Ihr Tod ist auch das Ende eines der ältesten Bauernhöfe in Henstedt-Ulzburg. Schwiegertochter Margarete hat das 3349 Quadratmeter große Grundstück, dessen Bestandsgebäude und Stallungen in desolatem Zustand sind, an den Bauunternehmer Frank Winter aus Bad Bramstedt verkauft. Dessen Clean Energy Haus GmbH will drei Stadtvillen mit je fünf Wohnungen errichten. Dazu gehören zwei Penthouse-Wohnungen je 140 qm und eine von 180 qm. Die Bauvoranfragen hat Winter eingereicht, darüber hat der Umwelt- und Planungsausschuss in seiner letzten Sitzung diskutiert. Für zwei Stadtvillen gibt es gemeindliches Einvernehmen, für die dritte wegen der geplanten Firsthöhe (noch) nicht. „Ich bin sicher, dass wir im Frühjahr 2013 mit den Bauarbeiten beginnen“, so Winter. Die Gebäude, nach ihrer Fertigstellung durch Erdwärme beheizt, pro Wohnung 90 bis 125 qm groß, sollen in zweigeschossiger Bauweise mit Staffelgeschoss und einer maximalen Firsthöhe von zwölf Meter errichtet werden. Diese Höhe hat einen Nachbar auf den Plan gerufen, der eine Beschattung durch das südlich gelegene Mehrfamilienhaus fürchtet. „Die Bebauung ist noch variabel und wird so konzipiert, dass keine Beschattung entsteht“, verspricht Winter. (rj)
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