AKN fährt bald überall zweigleisig

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Zwischen Bönningstedt und Hamburg wird das letzte Teilstück der AKN jetzt auch zweigleisig ausgebaut wie schon zuvor in Hasloh. Foto: Fuchs

Lücke zwischen Bönningstedt und Burgwedel geschlossen

Bönningstedt/Kaltenkirchen. Im November war es eine seiner ersten Diensthandlungen als Verkehrsminister Schleswig-Holsteins. Nun gab Jost de Jager kurz vor Ende seiner Amtszeit erneut grünes Licht für den zweigleisigen Ausbau der AKN-Strecke zwischen Kaltenkirchen und Hamburg. Im November 2009 war es der
Ausbau der Schienenstrecke zwischen Hasloh und Quickborn, in die das Bahnunternehmen 12,5 Millionen Euro investierte. Nun soll noch das letzte Teilstück zwischen Bönningstedt und Burgwedel an der Hamburger Landesgrenze mit einem zweiten Schienenstrang ausgestattet werden. Die Kosten für diese 1,1 Kilometer lange Strecke betragen 4,6 Millionen Euro.
Mit Ausnahme des Teilstücks zwischen Quickborn und Ellerau, das aus technischen Gründen nicht zweigleisig ausgebaut werden kann, können sich damit auf der gesamten 30 Kilometer langen Strecke zwischen Kaltenkirchen und Eidelstedt bald AKN-Züge begegnen. Dies wird auf der AKN-Linie 1 zu weniger Zeitverzögerungen führen, glaubt Bahnsprecher Jörg Minga. Rund 10.000 Menschen nutzen diese Bahnverbindung täglich, um zur Arbeit oder Schule in die Hansestadt und zurück zu fahren.
Verkehrsminister de Jager musste den offiziellen Spatenstich für dieses Verkehrsprojekt nicht allein setzen. Ihm zur Seite standen der Hamburger Staatsrat für Verkehr, Andreas Rieckhof, Bönningstedts Bürgermeister Peter Liske und der neue AKN-Vorstand Wolfgang Seyb.
Die Arbeiten würden „neben dem rollenden Rad“ ausgeführt, das heißt, der Zugverkehr läuft weiter, erklärte AKN-Sprecher Minga. „Wir sind Bauherr für den Abschnitt.“ Anfang 2013 soll die ausgebaute Strecke in Betrieb genommen werden.
„Wir leisten hiermit einen wichtigen Beitrag zur Modernisierung der regionalen Schienen-Infrastruktur in der Metropolregion Hamburg“, sagte AKN-Vorstand Seyb. Ein zweigleisiger Bahnbetrieb verspräche den Fahrgästen pünktlichere Züge. Der zweigleisige Streckenausbau sei die Voraussetzung für eine S-Bahn-Verbindung zwischen Kaltenkirchen und der Hamburger Innenstadt, wie sie die Anrainer-Kommunen seit Jahren fordern, sagte Minister de Jager. „Wir kommen unserem Ziel ein großes Stück näher, mehr Fahrgäste zu gewinnen und Berufspendler zum Umsteigen auf das umweltfreundliche Transportmittel Eisenbahn zu bewegen, was auch die angespannte Verkehrssituation in der Metropolregion entlastet.“
Staatsrat Rieckhof würdigte die Bedeutung der AKN für die länderübergreifende Zusammenarbeit. „So wie sich die Nachbarschaft über die Ländergrenzen hinweg entwickelt hat, so sorgt die AKN für Mobilität über diese Grenzen hinweg. Der Ausbau der AKN wird zu einer weiteren Attraktivitätssteigerung der Linie A 1 führen.“ (bf)
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