Aktion gegen Stadt-Idee

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Volker Dornquast, kämpft darum, dass Henstedt-Ulzburg Gemeinde bleibt

Alt-Bürgermeister gründet Bürgerinitiative

Henstedt-Ulzburg. Wird Henstedt-Ulzburg eine Stadt oder bleibt der Ort mit seinen knapp 28.000 Einwohnern auch künftig die größte Gemeinde Schleswig-Holsteins? Diese Frage, das hatte die Gemeindevertretung beschlossen, soll am 22. September durch einen Bürgerentscheid beantwortet werden.

Bürgerinitiative gegründet

Alt-Bürgermeister Volker Dornquast (62) gehört zu den Menschen, die nichts von einer Stadtwerdung halten. Deshalb hat er eine Bürgerinitiative gegründet. „Bei unserer ersten Zusammenkunft im Bürgerhaus waren wir 15 Personen, bei unserem zweiten Treffen bereits 50“, sagt der CDU-Landtagsabgeordnete. „Ich bin zuversichtlich, dass bald große Bewegung in diese Aktion kommen wird.“
Die Mitglieder der Bürgerinitiative mit eigener Homepage (www.wir-bleiben-gemeinde.de) werden sich am 9. Juli, 19 Uhr, bei Scheelke ein drittes Mal treffen. Dann wird ihnen ein von Dornquast und weiteren Mitstreitern erarbeitetes Argumentationspapier vorgelegt, mit dem möglichst viele „Stadtfeinde“ überzeugt werden sollen, die dann im September auf dem Wahlzettel „Nein“ ankreuzen.
Volker Dornquast war in diesem Jahr schon einmal offensiv: Er schrieb einen Protestbrief an den Vorstand des Städteverbandes Schleswig-Holstein in Kiel. Darin brachte er sein Erstaunen zum Ausdruck, dass sich der Verband - das hatte er erfahren - von einer Stadtwerdung offensichtlich einen Imagegewinn verspricht.
„Stadtluft macht frei, das mag im Mittelalter so gewesen sein“, schrieb Dornquast. „Heute ist diese Aussage arrogant und durch keine Tatsache zu belegen. Schaut man auf die Kriminalitätsdaten, ist eher das Gegenteil der Fall.“ Dornquast sieht auch in Sachen Gewerbezahlen keine Vorteile für eine Stadtwerdung. (rj)
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