Alarmierende Bilanz

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Wollen mehr Fahrradkontrollen: Bernd Steiner (v.l.), Kai Hädicke-Schories, Kai Sievers und Joachim Lang

Kreis Segeberg: 363 Radunfälle im Vorjahr

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt/Segeberg. Laut aktueller Unfallstatistik der Polizeidirektion Bad Segeberg ist die Zahl der Fahrradunfälle im Kreis gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden 363 Unfälle registriert, bei denen sich 337 Radfahrer verletzten. Damit ist im Kreis ein neuer Höchststand der vergangenen fünf Jahre erreicht.
„Wir werden auch in diesem Jahr besonders auf das Verhalten von Radfahrern achten“, sagt Bernd Steiner von der Polizeidirektion Bad Segeberg. Unfallschwerpunkte wurden bereits durch bauliche Veränderungen eingedämmt. Ein Beispiel nennt der Norderstedter Polizeibeamte Kai Hädicke-Schories. Seit Ende 2012 an der Waldstraße/ Ulzburger Landstraße eine Ampel den Verkehrsfluss regelt und Radfahrern bei grüner Ampel ein sicheres Überqueren der Straße ermöglicht, sei kein einziger Unfall mehr geschehen. Zuvor passierten an der Kreuzung Dutzende Unfälle.
Zudem sei auch die Zahl der Unfälle mit Fahrern unter Drogeneinfluss gestiegen. 19 mal krachte es im Kreis, weil die Fahrer Drogen konsumiert hatten. 165 Haschischkonsumenten wurde deswegen der Führerschein entzogen. 121 Unfälle ereigneten sich zudem wegen Alkohols am Steuer. Auch ist die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle ist 2013 wieder gestiegen. 7.277 Unfälle registrierte die Polizei auf den Straßen des Kreises. Das waren 520 mehr als im Jahr davor. Rückläufig war 2013 die Zahl der Motorradunfälle (180, sieben weniger als 2012).
Die Hauptunfallursachen waren wie in allen Jahren zuvor auch Fehler beim Abbiegen (7,3 Prozent), Vorfahrtmissachtung
(7 Prozent) und zu hohe Geschwindigkeit (4,5 Prozent). Leicht gestiegen sind Unfälle mit Fußgängern (106, plus drei).
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