Alarmierende Zahlen

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Norderstedts Schulpsychologin, Helena Schütze, hat 108 Schüler zu ihren schulischen Problemen befragt und die Ergebnisse in einem Jahresbericht präsentiert.Foto: Fuchs

Laut Schulpsychologin gibt es immer mehr Schulschwänzer

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Es klingt alarmierend: Immer mehr Kinder schwänzen die Schule.
Das, was Schulpsychologin Helena Schütze berichtet, klingt alarmierend. 108 Schüler hat die Schulpsychologin zur ihren schulischen Problemen befragt. Zwei Drittel der Betroffenen waren Jungen, die zehn- bis 16-Jährigen kämen aus allen Schulformen der Stadt.
Die Ursachen für Schulprobleme seien vielfältig, einige hätten psychische Probleme, litten unter Ängsten und Depressionen. Andere seien Schulschwänzer, würden den Unterricht stören, hätten Konzentrationsschwierigkeiten oder seien verhaltensauffällig. Einige sind Opfer von Mobbing.

Fallzahlen verdreifacht

Was Helena Schütze bemerkt: „Vor allem das Schulschwänzen nimmt zu.“ Demnach gab es vor zehn Jahren vier bis fünf Fälle von Schulabsentismus pro Jahr. Im Schuljahr 2011/12 waren es bereits zwölf. Die sei eine Verdreifachung seit 2002. Da in Deutschland Schulpflicht herrscht, werde jeder dem Ordnungsamt gemeldet. Die Eltern erwarte dann ein Bußgeld.
Gründe fürs Schule schwänzen gebe es viele: So würden viele aus Unlust dem Unterricht fern bleiben, auch Schulversagen und Mobbing spielen eine Rolle.
Oft habe sie es mit chronischen Fällen zu tun. Dies seien Schüler, die schon zwei bis drei Jahre immer mal wieder nicht zur Schule gingen und plötzlich ganz damit aufhörten. Zusammen mit den Eltern gelinge es Helena Schütze aber in den meisten Fällen, die Betroffenen wieder zu motivieren. Auch wenn Schülern heute viel abverlangt wird, sei der Schulstress, nicht größer geworden.
Eine große Hilfe für die Schulpsychologin sei es, dass an fast alle Schulen inzwischen Schulsozialarbeiter angestellt seien, mit denen sie sehr gut zusammenarbeite, so Helena Schütze.
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