Alte Försterei abgerissen

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Besitzer Norbert Schadendorf mit Lebensgefährtin Anne Hinke und Sohn Fabio auf der Baustelle für das neue Heim. Ein bisschen Wehmut sei beim Abriss schon dabei gewesen, sagt er Fotos: Fuchs

Besitzer will auf dem Grundstück ein Energiehaus bauen

Von Burkhard Fuchs
Hasloh. Die Gemeinde hat ein Gebäude verloren, das bislang ihr Dorfbild prägte. Die ehemalige Försterei an der Dorfstraße steht nicht mehr. Eigentümer Norbert Schadendorf hat das Gebäude, welches nicht unter Denkmalschutz stand, abreißen lassen. Auf dem 1600 Quadratmeter großen Grundstück plant er ein modernes Zwei-Familienhaus für sich, seine Frau und die drei Kinder zu errichten. Eine Modernisierung des 93 Jahre alten Hauses sei nicht zu finanzieren gewesen, erklärt Schadendorf. Dieser Schritt mache ihn selbst ein wenig wehmütig.
1920 wurde die alte Försterei Hasloh des Forstamtes Rantzau gebaut. 90 Millionen Reichsmark soll sie damals gekostet haben. Förster Hinz zog hier als erster ein. 80 Jahre später endete die fast 200 Jahre alte Forstgeschichte Haslohs abrupt. Die neue Försterei löste die vorherige Holzvogtstelle in den Hasloher Syltkuhlen ab. Besonders stolz ist Schadendorf darauf, dass sein Urgroßvater Karl 1920 am Bau der Försterei mitgewirkt hat.
Einen weiteren Wendepunkt ihrer Geschichte erlebte die Försterei um die Jahrtausendwende. Das Forstamt Rantzau löste zum 31. Dezember 1999 die Dienststelle an der Hasloher Dorfstraße auf und schloss die Försterei. Forstoberinspektor Gerd Wolff und sechs Mitarbeiter mussten damals gehen. Wolff hatte die Försterei Hasloh 20 Jahre lang geleitet.
„Er wäre sicher gerne hier geblieben“, ist Schadendorf überzeugt. 2001 erwarb er die ehemalige Försterei bei einer Versteigerung, lebte dort mit seiner Familie. „Es war uns immer ein gemütliches Zuhause.“ Zu dem Grundstück pachtete er auch noch weitere 2500 Quadratmeter, die ebenfalls früher zur Försterei gehörten.
Nun musste das alte, schlecht isolierte Gebäude weichen. Schadendorf will einen Neubau in moderner energiesparender Holzständer-Bauweise errichten. „Das wird ein Plus-Energiehaus mit Solarthermie und Fotovoltaikanlage auf dem Dach“, sagt Schadendorf. Künftig werde er nur noch einen Bruchteil der vorherigen Energiekosten zahlen müssen. Zudem habe er darauf geachtet, dass das Gebäude barrierefrei sei.
Baubeginn soll Anfang Juli sein. Ende Oktober will er mit seiner Lebensgefährtin Anne Hinke und den Kindern Marlene, Annabell und Fabio einziehen.
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