Aus für Norderstedter Bildungswerke

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Die Bildungswerke beherbergen das landesweit einzige Selbstlernzentrum, welches im Mai 2016 eröffnet wurde Foto: now
Norderstedt: Rathausallee 50 |

Offene Fragen und Ratlosigkeit bei Abwicklung sowie Blick in die Zukunft

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt

Mit klarer Mehrheit beschlossen die Stadtvertreter die Auflösung der Bildungswerke Norderstedt nach neun Jahren VHS und Stadtbücherei unter einem Markendach. Wie geht es jetzt weiter? fragt sich unter anderem Klaus-Peter Schroeder, Fraktionsvorsitzender der FDP und Gegner der Auflösung. Formal wird Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote, seit Januar auch Kulturdezernent, nun Oberster Dienstherr von Volkshochschule und Stadtbücherei. Eine Arbeitsgruppe aus VHS, Bücherei, Verwaltung und Personalrat soll die formalen Änderungen vorbereiten. Dazu gehört, dass der bisherige Bildungswerke-Ausschuss der Politik unter dem Namen „Bildungsausschuss“ arbeiten wird. Neben einem gesonderten buchhalterischem Abschluss mitten im Jahr wird auch die Rückübertragung der Grundstücke, die für den Bau des geplanten Bildungshauses erst im vergangenen Jahr an die Bildungswerke gingen, nötig. Und auch die zum Teil doppelten Funktionen müssen überprüft werden. „Das kostet alles einen Haufen Geld“, so Schroeder und benennt allein für Steuerberatung und Jahresabschluss rund 20.000 Euro extra. Auch die unterschiedlichen Rechnungssysteme müssen angeglichen werden.

Für Kunden wird sich nichts ändern


Doch vor allem geht es um formale Dinge, wie Stadtsprecher Olaf Struppek erklärt: „Für Kunden und Mitarbeiter wird sich nichts ändern.“ Allerdings bringt FDP-Mann Schroeder ein paar Themen ins Spiel, die noch geklärt werden müssen. „Was wird mit den Kursen an den Ganztagsschulen, die die Bildungswerke jetzt geben? Und mit der ehemaligen Stadtbildstelle? Die gehört weder richtig zur VHS noch zur Bücherei“, sagt er und begründet, warum er nach wie vor gegen den Beschluss ist. „Normalerweise klärt man vorher, was die Arbeitsgruppe jetzt vorbereiten soll.“
Auch den in den letzten Jahren eingeleitete Umdenkungsprozess hin zu lebenslangem Lernen und deshalb einer engen Verzahnung von VHS und Bücherei sieht er in Gefahr. Doch zumindest für das geplante Bildungshaus in Garstedt haben die Politiker weiter grünes Licht gegeben. Hier sollen künftig Lernen und Bücherei auch örtlich eng verknüpft werden, ein Projekt, dass vor allem auch dem derzeit erkrankten Werksleiter der Bildungswerke Manfred Philipp am Herzen liegt. Bis zur endgültigen Umsetzung zur Auflösung ist die Planung in vollem Umfang weiterzuführen, haben die Stadtvertreter beschlossen.
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