Beluga-Kino auf Erfolgskurs

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Kai Bartels am alten Vorführgerät mit Filmspule. Heute überwiegt aber die Digitaltechnik. Foto: bf

Besucherzahlen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent

Von Burkhard Fuchs

Quickborn. Kai Bartels, Inhaber des Beluga-Kinos, freut sich über einen im Bundesvergleich ungewöhnlichen Trend. So besuchten im Vorjahr 92.000 Besucher das Kino am Güttloh

. Das seien 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Schnitt fünf Mal hat demnach 2012 jeder Quickborner das Kino besucht. Deutschlandweit liegt der Durchschnitt bei gerade mal
1,6 jährlichen Kinobesuchen.
„Seit wir das Kino im April 2004 übernommen haben, hat sich die Zahl der Zuschauer fast verdreifacht“, sagt Bartels. 350 Zuschauer haben Platz in den vier Kinosälen. Diese positive Entwicklung kommt nicht von selbst. „Wir lieben und wir leben Kino“, sagt Bartels mit einem Lächeln.
Spezielle Programme
Besucher werden mit speziellen Programmen für verschiedene Zielgruppen angesprochen. So gibt es fast für jeden ein besonderes Event. Die neuesten Kinderfilme werden im Rahmen einer Pyjama-Party vorgestellt. „Herz-Schmerz-Filme“ für die weibliche Kundschaft werden als Ladys-Night präsentiert mit Prosecco und genügend Taschentüchern – und manchmal sogar mit Männerstrip-Show. Neue Idee im Beluga-Kino sind Gala-Abende, bei denen zu den Filmen oder Opern-Shows Drei-Gänge-Menü angeboten werden. Dafür stellt sich Bartels sogar selber an den Herd stellt.
Bei seinen Mitarbeitern geht der Betreiber gezielt vor. „Unsere Angestellten müssen die Begeisterung fürs Kino mitbringen“, betont er. Das zeige sich bereits im Vorstellungsgespräch. So fragt Bartels die Bewerber gerne, ob sie vom „Flux-Kompensator oder dem Protonenpack“ gehört haben. Wer da sofort auf die Zeitmaschine aus „Zurück in die Zukunft“ und „Ghostbusters“ kommt, hat die Stelle so gut wie sicher.
Gutes Betriebsklima
Die 30 Mitarbeiter seien eine eingeschworene Truppe, berichtet Bartels. Da werde nachts mit 16 Mann das neue Foyer gestrichen, gemeinsam gefeiert und in den Urlaub gefahren. Sogar der eigene Nachwuchs werde herangebildet, schmunzelt Bartels „Es hat sich innerhalb der Belegschaft schon die eine oder andere Partnerschaft entwickelt. Andere Unternehmen mögen das ablehnen. Wir fördern das.“ Denn die gute Stimmung unter dem Personal wirke sich direkt fördernd aufs Publikum aus. „Die spiegelt sich bei unseren Kunden wider.“
Im Kino kommt neueste Ton- und Bildtechnik zum Einsatz. 600.000 Euro haben Bartels und sein Geschäftspartner Bernd Keichel investiert. Auf diese Weise können sie jetzt auch kleinere Filme sofort mit dem Kinostart zeigen, ohne auf die Verleihfirmen warten zu müssen.
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