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Mütterzentrum Norderstedt seit 25 Jahren aktiv. Mitbegründerin erinnert sich

Norderstedt. Seit 25 Jahren gibt es in Norderstedt das Mütterzentrum. Clarisa Ferrer ist seit zwölf Jahren Vorstandsmitglied und erinnert sich gut an die historischen Momente der Einrichtung. „Gründungsmitglieder waren unter anderem Sabine Tang, Susanne Wohlers und Petra Uraja. Birgit Vellders ist bis heute in der Einrichtung aktiv. Ihr Sohn Moritz, 1989 geboren, war einer der ersten Kinder, die hier über den Boden krabbelten. „Heute ist er 17 Jahre alt und Schulferienbetreuer im MüZe“, sagt Birgit Vellders.
Das Mütter sich zum Erfahrungsaustausch treffen war Ende der 80er-Jahre ein Trend in der gesamten Bundesrepublik. Damals wurden in zahlreichen Städten erste Mütterzentren gegründet, das erste in Schleswig-Holstein etablierte sich in Norderstedt. „Damals befand es sich noch in der Alten Dorfstraße“, erinnert Birgit Vellders sich.Nach einem Umzug in die Tannenhofstraße, fand das MüZe im Haus am Kielortring 51 seinen Standort, das es bis heute hat. Clarisa Ferrer sagt: „Heute gibt es im Vergleich zu damals viel mehr Angebote. Anfangs sei das MüZe ein reiner Müttertreff gewesen, heute finden jede Woche zahlreiche Veranstaltungen statt, es gibt auch Flohmärkte. Innovativ war auch die Vorschule, die bis heute am Nachmittag im MüZe stattfindet. Auch die betreuten Spielgruppen für Kinder unter drei Jahren werden sehr gut besucht. Inzwischen existieren drei Gruppen für Kinder von eineinhalb bis zu drei Jahren. „Unsere Angebote haben sich stets den Bedürfnissen angepasst“, sagt Clarisa Ferrer. Einer der ersten Kurse war ein Selbstverteidigungskursus für Frauen. Die Schulferienbetreuung im MüZe ist für viele berufstätige Norderstedter enorm wichtig geworden. Ferrer: „Wer kann es sich schon leisten, sein Kind während der kompletten sechs Schulferienwochen zu betreuen?“
Regelmäßig bieten Juristen, eine Logopädin, Hebamme und eine Zahnärztin Sprechstunden zu ihrem Fachgebiet an. „Kinder werden immer mehr wahr genommen, wir wissen nun, dass sie ein ganz wichtiges Gut sind“, resümiert Clarisa Ferrer Eltern, die die Sprechstunden bei Juristen oder dem Zahnarzt wahrnehmen, empfinden im MüZe nicht den Druck, wie es beispielsweise bei einer behördlichen Untersuchung wäre, hier erhalten sie Tipps unabhängiger Fachleute zu Themen, die ihr Kind betreffen.
Eltern, die sich an das MüZe wenden, werden bei Bedarf schnell an Kollegen der Frühhilfe, von pro familia und der Frauenberatungsstelle vermittelt. Auch Frauen, die ihre Kinder verloren haben, können im MüZe Trost und Hilfe finden. (tj)
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