Bewerbung als „Fairtrade Town“

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Fairtrade Kampagne

Lenkungsgruppe konnte auch acht Gastronomen überzeugen, sich zu beteiligen

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt. Stadt, Einzelhändler, Gastronomie und Schulen – sie alle machen mit bei der Bewerbung um das Gütesiegel des Vereins zur Förderung des Fairen Handels mit der „Dritten Welt „Fairtrade Town“. Seit 2009 können sich Städte, Gemeinden und Kreise dafür bewerben.
Auf Beschluss der Stadtvertretung wird ab sofort bei allen Sitzungen der Stadt fair gehandelter Kaffee sowie ein weiteres fairtrade-Produkt verwendet und damit die erste Voraussetzung für eine Bewerbung um das Siegel erfüllt.
In der Nachbarschaft tragen Henstedt-Ulzburg, Hamburg, Lüneburg, Lübeck und Buxtehude bereits den Titel, den Norderstedt mit seiner jetzt abgegebenen Bewerbung erwerben möchte.

Arme Länder unterstützt


Mit dem Kauf der gekennzeichneten Produkte werden Kleinbauern und ihre Familien in den ärmsten Ländern der Welt unterstützt, die damit von ihrer Arbeit leben können und nicht auf Spenden angewiesen sind.
„Am Anfang fragt man sich: Was haben wir denn schon?“, beginnt Michael Lamprecht von Norderstedt Marketing. Er ist aktiver Part der Steuerungsgruppe, hat in vielen Einzelgesprächen Einzelhändler und Gastronomen überzeugt, sich zu beteiligen. Schnell war klar – bei den Einzelhändlern gibt es schon viele Produkte mit dem fairtrade-Label in den Regalen. Vorreiter ist der Weltladen an der Rathausallee. Hier bietet Franz Maletzke seit vielen Jahren fair gehandelte Produkte an.
Schwieriger war es, die mindestens acht nötigen Gastronomie-Betriebe zu überzeugen. „Restaurants haben meist Verträge mit zum Beispiel Kaffeemarken, die dann auch die Kaffeemaschinen stellen. Und für die fairtrade-Produkte müssten die Maschinen anders eingestellt werden“, erzählt Unternehmensberater Lamprecht, der gemeinsam mit Franz Maletzke vom Verein „Eine Welt für Alle“ Hauptansprechpartner der Steuerungsgruppe ist.

Besondere Hinweise in Speisekarten


Mit Flyer-Einlagen für die Speisekarten können die Restaurants und Cafés auf ihr Engagement hinweisen. „Der Kunde unterstützt hier mit Genuss“, erklärt Lamprecht. Der Inhaber des Restaurants Immenhorst hat sich überzeugen lassen. „Fairer Handel ist eine tolle Geschichte und liegt auch im Trend“, so Gastronom Detlef Berg. Noch bestellten die Kunden allerdings nicht selbstverständlich dem entsprechenden Tee bei ihm. „Wir reden mit den Gästen. Wenn das gut läuft, können wir auch noch mehr Produkte nutzen.“
Jetzt heißt es warten. Denn frühestens in drei bis vier Wochen ist mit einer Rückmeldung der Auswahlkommission zu rechnen. Dann kann es auch in Norderstedt heißen: „Wie sind Fair-
trade Town“.
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