Bibliothek rangiert an der Spitze

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Die Norderstedter Bücherei ist weiterhin top im bundesweiten Vergleich, freut sich der stellvertretende Büchereileiter Ingo Tschepe. Fotos: Fuchs
 
Das Ausleihen kann heute jeder Kunde selber machen, demonstriert Beate Jähnel von der Bücherei in Norderstedt-Mitte.

Über 15.000 Norderstedter nutzen das Bücherei-Angebot

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt. Die Stadtbücherei Norderstedt hat ihren Spitzenplatz im bundesweiten Ranking der öffentlichen Bücherhallen behauptet. Im aktuellen Vergleich der 39 Bücherei-Städte mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern von Aalen bis Wolfenbüttel hat die Norderstedter Bibliothek ähnlich wie bei der Hotelbewertung dreieinhalb Sterne zugesprochen bekommen. Demnach gehört die Bücherei, was Angebot, Nutzung und Entwicklung angeht, zu den Top-Büchereien aller 269 Kommunen, die sich dieser Bewertung in diesem Jahr unterzogen haben. Nur bei der Effizienz ist noch Luft nach oben. Am besten schnitten mit vier Sternen in dieser Einwohner-Kategorie Bamberg, Göppingen, Rosenheim, Waiblingen und Nordhorn ab. „Wir sind überaus zufrieden mit diesem Ergebnis“, freut sich Ingo Tschepe, stellvertretender Büchereileiter in Norderstedt. „Unser Angebot und die Nutzung sind nachgewiesenermaßen super. Das sind für uns die wichtigsten Kriterien.“ So nutzten im vergangenen Jahr 15.039 Norderstedter das Angebot der vier Stadtteilbüchereien. Die 148.853 zur Verfügung stehenden Medien, darunter 110.000 Bücher, 20.000 CDs, 10.000 DVDs und 1500 Spiele, wurden 778.788-mal, also im Durschnitt rund fünfmal ausgeliehen. Im Durchschnitt besuchte jeder Norderstedter viermal im Jahr die Bücherei. Die Büchereien beschäftigen 28 Vollzeitkräfte und sind im Durchschnitt jedes Standortes 28 Stunden in der Woche geöffnet. Diese Präsenz in allen vier Stadtteilen sei gewollt, um nah am Bürger zu sein, betont Bücherei-Vizechef Tschepe. Dieser Vor-Ort-Service koste die Stadt natürlich viel Geld und mindere die Effizienz. So liegt Norderstedt mit 17,5 Mitarbeitern je Stunde an der Spitze der 39 gleichgroßen Büchereien, die zum großen Teil nur einen Standort besitzen. Die bundesweite BIX-(Bibliotheken-Index)-Vergleichsstudie wird seit 13 Jahren vom Deutschen Bibliotheksverband erstellt. Norderstedt beteiligt sich daran zum zwölften Mal und schnitt bislang immer sehr gut ab. Seit 2001 wurde Norderstedt je einmal Erster und Sechster, je viermal Zweiter und Dritter und zweimal Vierter in der Kategorie der Mittelstädte zwischen 50.000 und 100.000 Einwohnern. In diesem Jahr wurde der BIX erstmals nicht mit Punkten, sondern mit Sternen vergeben, wobei Norderstedt gleichauf mit elf anderen Kommunen hinter den fünf Vier-Sterne-Kommunen liegt. „Für Norderstedt bedeutet das, dass die Leistungen nicht mehr mit 40 öffentlichen Bibliotheken verglichen wurden, sondern mit 447 ihrer Größenklasse“, erklärt Tschepe den Unterschied.
Von den 125 Büchereien aus Schleswig-Holstein haben sich neben Norderstedt in diesem Jahr noch Bad Oldesloe, Wedel und Wentorf beworben. Alle anderen scheuten offenbar den Vergleich. Tschepe: „Nur wer die eigenen Stärken und Schwächen kennt, kann noch besser werden. Für die Stadtbücherei Norderstedt ist das der Ansporn, ihre Arbeit mit anderen öffentlichen Bibliotheken zu vergleichen.“
Die Stadt Norderstedt bezuschusst die Stadtbücherei jedes Jahr mit 800.000 Euro. (bf)
http://www.bix-bibliotheksindex.de
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