Blutspender dringend gesucht

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Christel Michl und Susanne Nähr. Sie haben schon 42 Blutspenden geleistet Foto: tj

Rotes Kreuz startet Imagekampagne

Norderstedt Allein 750 Blutkonserven pro Tag werden in Krankenhäusern von Schleswig-Holstein und Hamburg benötigt, doch nur drei Prozent der Bevölkerung spendet regelmäßig Blut. Lebenswichtiges Blut als Mangelware? Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hat nun die Aktion „Blutspenden verbindet“ ins Leben gerufen.
„In größeren Städten ist die Blutspendebereitschaft oft geringer als in Dörfern, weil es anonymer ist. Menschen, die schon jahrelang Blut abgeben, sind uns treu. Aber wir brauchen neue, junge Spender“, sagt Kathrin Roes vom DRK.
Der Bedarf an Spenderblut steigt ständig und jeder Mensch kann in die Situation kommen, eine Blutkonserve zu benötigen. 19 Prozent der lebenswichtigen Beutel werden inzwischen zur Behandlung von Krebspatienten benötigt. Es folgen Erkrankungen des Herzens, Magen- und Darmkrankheiten, Sport- und Verkehrsunfälle. Bei schweren Unfällen kann es vorkommen, dass wegen innerer Verletzungen mindestens zehn Konserven bereitstehen müssen. „Das habe ich mir noch einmal bewusst gemacht, und mich zusammen mit meiner Frau zur Blutspende entschlossen“, sagt Erstspender André Bermudez (45). „Wenn man gesund ist, sollte man sofort sein Blut zur Verfügung stellen, wenn man Menschen damit retten kann“, fügt Floralba Lopez Bermudez (43) hinzu.
Zwei, die sich durch das Blutspenden eng verbunden fühlen, sind Christel Michel, (56) und Susanne Nähr (55). Zusammen haben sie schon 42 Mal Blut gespendet. Spenden kann jeder ab 18 Jahren, ein Gesundheitscheck erfolgt vor jeder Blutprobe. Nächster Termin ist in Norderstedt am Montag, 16. Februar, 15 bis 19.30 Uhr. Grundschule Friedrichsgabe, Pestalozzistraße 5. (tj)
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