Bücherei Garstedt startet Mitmach-Aktion

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Manfred Philipp, Ingo Tschepe und Karin Sträter (v.l.) wollen wissen, was, wie und warum die Norderstedter lesen Foto: Nowatzky

1.000 Postkarten zum 50. Geburtstag verschickt

Von Stefanie Nowatzky
Norderstedt
Lesen die Norderstedter noch? Und wenn ja, was, wo, wie und warum? Diesen Fragen möchte Kiren Sträter, Leiterin der Bücherei Garstedt, auf den Grund gehen. Zum 50. Geburtstag der Bücherei am Standort an der Europa Allee hat sie 1.000 Postkarten drucken lassen, fragt die Norderstedter selbst. „Lesen ist mehr, als einen Roman lesen und mehr, als die Bücherei anbietet“, sagt Sträter und will es genauer wissen: Lesen die Norderstedter gedruckt oder elektronisch, Romane und Krimis oder eher Bedienungsanleitungen? Norderstedts Stadtbücherei-Chef Ingo Tschepe hat die Karten in allen Büchereien auslegen lassen und auch die örtlichen Buchhandlungen für die Aktion begeistert. Inspiriert vom Aktionskünstler HA Schult, der kürzlich die Hamburger zu einer Briefaktion zum Thema Freiheit aufrief, sollen die Norderstedter Lesegewohnheiten öffentlich gezeigt werden. Karin Sträter hofft auf ganz unterschiedliche Ergebnisse: „Alle Antworten sind gewünscht.“ Bis zum 10. September können die Karten abgegeben werden, beim Jubiläum am 24. September werden sie dann in der jetzigen Bücherei an der Wand hängen. Dazu will Bildungswerke-Chef Manfred Philipp auch über die Pläne für das Bildungshaus Garstedt informieren. Auf 3.000 Quadratmeter soll direkt neben der bisherigen Bücherei das Bildungshaus für Bücherei und VHS entstehen. „Wir wollen einen Treffpunkt für Norderstedt schaffen“, so Philipp. Die Ausleihe wird dabei nur noch ein Baustein sein, wichtiger soll der Treffpunkt zum Lernen, Informieren oder Austauschen sein. Bei der letzten Stadtvertretersitzung gab es allerdings einen kleinen Dämpfer für die Pläne: Die Vertreter lehnten die geplante Übertragung der Grundstücke Dunantstraße und Europaallee an die Bildungswerke ab. Damit sollte das Eigenkapital für die nötigen Kredite der rund 10 Millionen Euro Investition sichergestellt werden. Bis zum Jubiläum im Herbst hofft Philipp trotzdem schon einen Schritt weiter zu sein und neben Ideen zur Nutzung auch erste grobe Pläne zeigen zu können. Deshalb sind seine Haupt-Lektüre im Moment Bilanzen und Beschlussvorlagen. Büchereileiterin Sträter hat für ihre Lesepostkarte statt dessen ganz klassisch einen Roman ausgewählt. „Ich lese gerade „Unterleuten“, am liebsten im Bett und als gedrucktes Buch. Lesen ist für mich das Wiedererkennen von Situationen und Gefühlen“, beschreibt sie.
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