Bürgermeisternachfolge steht im Raum

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Elisabeth von Bressensdorf und Bürgervorsteher Carsten Schäfer (rechts) stehen neben Hermann Schultz (links) und Alex Janke vom Vorstand des Shantychors „Alstermöwen“, die den Neujahrsempfang musikalisch untermalten. Foto: R. Jaeger

Auf dem Neujahrsempfang im Henstedter Rathaus dominierte ein Thema die Gespräche

Henstedt-Ulzburg. Es gab nur ein Thema beim Neujahrsempfang im Ratssaal des Rathauses: den von Bürgervorsteher Carsten Schäfer verfassten Offenen Brief an die Kieler Staatsanwaltschaft. Jeder der ca. 400 Gäste konnte an Ort und Stelle das Schreiben lesen und, falls er das wollte, zum Zeichen seines Einverständnisses seinen Namen unter den Brief setzen. 180 Unterschriften, darunter von Ex-Bürgermeister Volker Dornquast, nahm Schäfer mit nach Hause und wird sie nach Kiel schicken.
„Unser Bürgermeister ist wegen der seit mehr als zehn Monaten andauernden Ermittlung vom Dienst suspendiert“, heißt es in dem Brief. „Es standen und stehen schwerste Vorwürfe gegen ihn im Raum, die nicht nur Torsten Thormählen, sondern auch unsere Gemeinde und die Bevölkerung treffen und berühren. Da die Öffentlichkeit leider keine Informationen über den Stand des Verfahrens erfährt, herrscht große Verunsicherung.“
Bei ihrer Neujahrsansprache sagte die 1. stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth von Bressensdorf : „Für unsere Gemeinde erhoffe ich ein möglichst kurzfristiges Ende dieser unsäglichen Hängepartie.“ Schäfer ergänzte: „Mein Vertrauen in die Staatsanwaltschaft in stark eingetrübt. Wir wollen wissen, woran wir sind.“
Die Meinungen im Ratsaal waren unterschiedlich. Margret Ey aus Henstedt-Ulzburg kritisierte: „Das Gehalt für Herrn Thormählen sollte man in die Kitas investieren“, Dietmar Kahle (CDU) meinte dagegen: „Die Staatsanwaltschaft sollte endlich Gas geben“, und Wilhelm Dahmen (WHU) verkündete: „Ich unterschreibe nicht, der Brief nützt nicht und er schadet nicht.“ (rj)
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