Bundestagswahl 2017: Fünf Mal rot, ein Mal schwarz

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Wahlsieger Christoph Ploß (CDU) Foto: wb

Christoph Ploß holt im Norden das einzige Direktmandat für die CDU

R. Glitz, C. Blume
Hamburg/Norderstedt
Rund 61 Millionen Deutsche haben die Große Koalition abgewählt. Nach klaren Verlusten für Union und SPD haben sich die Sozialdemokraten in die Opposition verabschiedet. In Hamburg haben Union und SPD ebenfalls verloren, während die kleinen Parteien zulegten. Die Wahlbeteiligung stieg und erreicht in der Stadt 75,9 Prozent. Im Wahlkreis Nord wurde die CDU mit 31,4 Prozent der Zweitstimmen stärkste Partei (Hamburg 27,2). Das ist das beste Ergebnis in allen sechs Hamburger Wahlkreisen. Die SPD kam auf 21,5 Prozent (Hamburg 23,5). Auf Platz drei liegen die Grünen mit 14,4 Prozent (Hamburg 13,9). Es folgen die FDP mit 13,8 Prozent (Hamburg 10,8) und die AfD 6,2 Prozent (Hamburg 7,8). Das Direktmandat im Wahlkreis Nord gewann Christoph Ploß von der CDU mit 33,5 Prozent. Knapp dahinter liegt Dorothee Martin von der SPD, sie bekam 30,8 Prozent der Erststimmen. Anja Hajduk von den Grünen erreichte 13,6 Prozent. Dahinter folgen Robert Bläsing (FDP/8,4), Rainer Behrens (Linke/7,5) und Delphine Thiermann (AfD/5,5). Die Wahlbeteiligung im Wahlkreis ist traditionell hoch und erreichte 82,1 Prozent. Ploß zieht damit als Nachfolger von Dirk Fischer in den Bundestag ein. Nord ist der einzige der sechs Hamburger Wahlkreise, den die CDU gewinnen konnte.

Schüler wählen ähnlich

Aufgerufen ihr Kreuz zu machen, waren auch die Schüler des Gymnasium Harksheide. Wie an rund 4000 anderen Schulen deutschlandweit, wurde hier die Juniorwahl durchgeführt. Am Gymnasium nutzten 467 Schüler von der achten bis zur zwölften Klasse ihr Wahlrecht – „die Wahlbeteiligung lag bei 90,9 Prozent“, erklärt Schüler-Wahlleiter Daniel Schulz. Verblüffend ist, dass die Jugendlichen zu einem ähnlichen Ergebnis kamen wie der Rest der Republik. Bei den Zweitstimmen kam die CDU auf 36,1 Prozent, die SPD auf 20,1, die Grünen erhielten 18,6 Prozent, die FDP 12,8; auf die Linke entfielen 3,2 Prozent, auf die AfD 3,0 und Die Partei erreichte 2,6 Prozent. Bei den Direktkandidaten behauptete sich entgegen der Realität SPD-Mann Alexander Wagner (173 Stimmen) vor Gero Storjohann (CDU, 156 Stimmen). Auch am Gymnasium Hummelsbüttel war die Wahlbeteiligung hoch und lag bei 89,1 Prozent. Allerdings wäre hier die SPD mit 24,8 Prozent der Stimmen stärkste Partei geworden, mit 0,2 Prozent dahinter die CDU. Die Grünen wären mit starken 21,2 Prozent eine nahezu ebenbürtige dritte Kraft im Bund. Nach Überschreiten der 5-Prozent-Hürde wären weiterhin die Linke (8,2) und die FDP (5,6) im Bundestag vertreten. Die AfD (4,1) hätte den Einzug in den Bundestag verpasst. Das Direktmandat wäre an Dorothee Martin (40,9) gegangen. Es folgten Anja Hayduk (Grüne/24,3) und Christoph Ploß (24,0).

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