CDU gewinnt in Norderstedt das Direktmandat

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CDU-Kandidatin Katja Rathje-Hoffmann hat es wieder in den Landtag geschafft. Foto: Fuchs

Katja Rathje-Hoffmann hat 1400 Stimmen Vorsprung vor Katrin Fedrowitz

Norderstedt. Die Spannung war den Kandidatinnen anzumerken. CDU-Abgeordnete Katja Rathje-Hoffmann (48) aus Nahe saß mit Parteifreunden schon lange vor der ersten Wahl-Prognose im TV im Norderstedter Rathaus und wirkte sichtlich nervös. „Mein Listenplatz sechs ist nicht ausreichend. Ich muss direkt gewinnen“, erklärte sie ernüchtert. Ähnlich äußerte sich SPD-Parteivorsitzende Katrin
Fedrowitz (39), die mit Listenplatz 20 nur auf die meisten Erststimmen hoffen konnte, und wenig später eintraf. „Ich habe ein gutes Gefühl“, war sich Fedrowitz siegessicher.
Doch dieses Gefühl täuschte. Rathje-Hoffmann holte in Norderstedt 11.913 Stimmen, 404 mehr als ihre Mitbewerberin von der SPD. Das waren 36,1 zu 34,9 Prozent. Zusammen mit den Dörfern Tangstedt, Kisdorf, Oersdorf, Kattendorf und Wakendorf II betrug der Vorsprung am Ende 1379 Stimmen (14.657 zu 13.278). Das Wahlergebnis lag erst um 22 Uhr vor.
„Ich hätte mir mehr Stimmen gewünscht“, sagte Rathje-Hoffmann. „Aber drin ist drin und gewählt ist gewählt.“ Katrin Fedrowitz zeigte gemischte Gefühle. „Ich bin auf jeden Fall enttäuscht und hatte mit einem anderen Ausgang gerechnet. Aber ich habe nur knapp gegen die Amtsinhaberin verloren. Das ist für mich als Neuling auch ein gutes Ergebnis.“
Bei den Zweitstimmen siegte in Norderstedt aber wieder die SPD mit 10.507 Stimmen oder 31,7 Prozent (2009: 11.508, 26,4 Prozent) vor der CDU mit 10.011 Stimmen oder 30,2 Prozent (13.749 Stimmen, 31,6 Prozent). Drittstärkste Kraft bleiben die Grünen mit 12,9 Prozent (wie 2009) vor der FDP (8,8 statt 14,4 Prozent), Piraten (8,6 statt 1,9 Prozent) und der Linken (2,9 statt 7,0 Prozent). Der SSW verbesserte sich um 150 auf 1000 Stimmen (2,5 statt 1,6 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag nur bei 56,6 Prozent (2009: 75,3 Prozent).
Dornquast gewinnt
Henstedt-Ulzburg. Volker Dornquast hat es geschafft. Der 60 Jahre alte Jurist aus Henstedt-Ulzburg gewann wie erwartet für die CDU den Wahlkreis 26 Segeberg-West und zieht für die kommenden fünf Jahre in den Schleswig-Holsteinischen Landtag ein. Der langjährige Bürgermeister, der zuletzt drei Jahre Staatssekretär im Kieler Innenministerium war, erhielt 40,8 Prozent der Erststimmen, SPD-Kandidat Stefan Weber (Kaltenkirchen) nur 32,6 Prozent. „Mit diesem Ergebnis bin ich sehr zufrieden“, sagte Dornquast, der in Henstedt-Ulzburg 45,80 Prozent der Erststimmen (5637) bekam. (rj)
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