Chef für einen Tag

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Engagiert auf dem Weg nach oben: Schüler wollen Chef sein mit Lehrerin Bianca Wollenweber (3.v.r.) und DEVK Vorstand Tarja Radler (4.v.r.) Fotos: Nowatzky
 
Chef für einen Tag. Thomas Wolf (r.), Ressortleiter Politik von Focus Money, überreichte Schulleiter Thorsten Schüler die Plakette für die Schulgalerie

Hummelsbüttler Schüler: Sieg bei Wirtschaftswettbwerb

Von Stefanie Nowatzky
Hummelsbüttel. „Gesagt, getan, geholfen“ - diese drei Worte sind der Leitfaden der DEVK Versicherung. Diesen und andere Werbesprüche des Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit aus Köln nahmen die 17 Schüler des Politik- und Wirtschaftskurses vom Gymnasium Hummelsbüttel genau unter die Lupe, verpassten ihnen neue Inhalte und gewannen damit eine Fahrkarte zum Wettbewerb „Chef für einen Tag“.
Das Wirtschaftsmagazin Focus Money hatte zum 11. Mal gemeinsam mit der Stiftung Lesen, dem Beratungsunternehmen Odgers Berndtson und mehreren Großunternehmen den bundesweiten Wettbewerb ausgelobt, bei dem sich insgesamt 130 Schulen bewarben. Nach der Vorauswahl blieben aus Hamburg vier Schulen im Rennen. Mit ihrem in nur eineinhalb Wochen gedrehten Film sowie einem Flyer setzten sich die Hummelsbütteler Schüler der 11. Klasse klar an die Spitze und gewannen so in der ersten Stufe ein Treffen mit Tarja Radler, Vorstand der DEVK Rechtsschutzversicherungs AG. Die war beeindruckt vom Engagement der Schüler: „Ich neige nicht zu Komplimenten. Aber das ist ein wahnsinnig toller Film“, lobte die 43-jährige Vorstandsfrau bei ihrem Besuch in Hamburg. Radler ist der Hauptpreis des Wettbewerbes, das Gespräch mit ihr ist nur der Preis der ersten Runde des Wettbewerbes. Im Spätsommer werden dann alle 17 Hummelsbütteler Schüler gegeneinander antreten und im „Chef-Casting“ herausfinden, wer von ihnen die taffe Versicherungsfrau einen Tag bei ihrem Job begleiten darf. Personalberater werden den Schüler oder die Schülerin „mit dem größten Chefpotential“ wie Projektleiterin Susanne Theisen-Canibol sagt, an einem Wochenende herausfiltern.

Gesucht: Chef-Potenzial

Bis es so weit ist, dürfen sich die acht Jungs und neun Mädchen aus dem Politi- und Wirtschaftskurs von Lehrerin Bianca Wollenweber erst einmal gemeinsam über ihren Erfolg freuen. Denn vor allem die Teamfähigkeit lobten die Juroren bei der Auszeichnung ihrer Gruppenarbeit. Julian Bahnsen: „Wir alle hatten das gleiche Ziel vor Augen.“ Wegen einer Studienfahrt blieben statt der ursprünglich drei bis vier Wochen Vorbereitungszeit nur eineinhalb Wochen.
„Wir haben uns in Gruppen aufgeteilt und uns Werbespots angesehen, die Web-Seite der DEVK und den Lebenslauf von Frau Radler“, erzählt Tim-Simon Neuberger von der gemeinsamen Arbeit. „Dafür sind viele Freistunden und Nachmittage draufgegangen. Und wir haben einige Unterrichtsstunden ausfallen lassen“, so Neuberger. Und dann haben die Gruppen überlegt, was sie mit dem Unternehmen verbindet. Das ist perfekt gelungen, wie Susanne Theisen-Canibol sagt. Sie hatte die Schule nach der Bewerbung durch Kursusleiterin Wollenweber in die Vorauswahl genommen. „Das ist genau das, was Sie später auch erleben werden: In der Gruppe arbeiten, es gibt einen engen Abgabetermin und Sie brauchen hohe Kommunikationskompetenz. Das war eine perfekte Bewerbung“, lobte sie.
Die Schüler nutzen ihren ersten Sieg, um von Vorstandsfrau Tarja Radler mehr Infos zum Unternehmen, aber vor allem zu Karrierewegen in Richtung Chefsessel und zur Frauenquote zu bekommen.
Die 43-Jährige hatte als Versicherungskauffrau begonnen und war über drei Unternehmenswechsel sowie ein Fernstudium zum Vorstandsjob gekommen. Ihre klare Ansicht: „Die jeweils besten sollten für einen Job genommen werden.
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