Den Stadtpark auf Arabisch erleben

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Rasha Almaqahleh aus dem Jemen arbeitet noch bis Ende Oktober in der Stadtparkverwaltung. Sie hat Info-Broschüren auf Arabisch und Englisch zusammengestellt Foto: Blume
Norderstedt: Stadtpark Norderstedt |

Rasha Almaqahleh erstellt Broschüre für Norderstedter Sport- und Freizeitmöglichkeiten 

Claudia Blume
Norderstedt
Der Stadtpark ist für alle da – doch während die Norderstedter angebotene Sport- und Freizeitmöglichkeiten mit einem Selbstverständnis nutzen, haben geflüchtete Menschen dagegen oftmals Hemmungen. „Sie wissen nicht, ob Fitnessgeräte und Slackline kostenlos sind oder ob und wo sie grillen dürfen“, sagt Rasha Almaqahleh aus Erfahrung. Im Rahmen des einjährigen Bundesfreiwilligendienstes für geflüchtete Menschen beim Förderverein Stadtpark Norderstedt hat die Jemenitin in Abstimmung mit der Stadtpark GmbH deshalb kostenlose Info-Broschüren in arabischer und englischer Sprache erarbeitet. Sie liegen in Asyl-Unterkünften und Familienbildungsstätten aus. Auf 16 Seiten werden die Highlights vom Bauernhof über Wasserski, Minigolf und Kletterpark bis zu Trinkwasserspendern und Grillplätzen in Wort und Bild dargestellt.

Erst seit zwei Jahren in Norderstedt

„Damit haben Geflüchtete die Möglichkeit, ihre neue Heimat Norderstedt besser kennenzulernen“, sagt die Mutter eines Siebenjährigen, der am liebsten auf Kletterbäumen und im geheimnisvollen Dickicht der „Wilden Welt“ herumtobt. Seit zwei Jahren lebt die Familie in Norderstedt. Rasha Almaqahleh ist Englischlehrerin und hat im Jemen Biologie studiert. Beeindruckend ist ihr fließendes Deutsch, das sie erst hier erlernte, sowie ein perfektes Englisch. Etwas Italienisch beherrscht sie ebenfalls und möchte eine Ausbildung zur Dolmetscherin machen. „Die Zusammenarbeit mit Rasha hat unser Team belebt und den Horizont geöffnet. Durch sie durften wir eine neue Zielgruppe Parkbesucher kennenlernen“, sagt Kai Jörg Evers, Geschäftsführer der Stadtpark GmbH. Und weiter: „Wenn sich jemand findet, würden wir die Broschüre gerne in Tigrinya übersetzen, da auch viele Menschen aus Eritrea in die Stadt gekommen sind.“
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