Der Beschützer der Bienen

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Bienen-Freund Peter Kolmorgen fürchtet um den Fortbestand aller Insekten. Foto: R. Jaeger

Peter Kolmorgen setzt sich für den Erhalt der Insekten ein

Henstedt-Ulzburg. Jeder braucht in seinem Garten ein Wildblumenbeet. Zumindest wenn es nach Peter Kolmorgen geht. Der Insektenliebhaber hat dem Umwelt- und Planungsschuss nun sein Projekt „Greening für Bienen“ vorgestellt.
Das Vorhaben wird vom Landesverband der Imker in Kooperation mit dem Verband für Landwirtschaftspflege und mit Unterstützung des Kieler Umweltministeriums durchgeführt. Ziel ist es herauszufinden, ob das Nahrungsangebot für Honigbienen und weitere Insekten verbessert werden kann. Kolmorgen, der über Jahrzehnte in seinem Garten Bienen, Hummeln und Hornissen pflegte und schützte, gilt als Fachmann auf diesem Gebiet.
Zwei, dreimal in der Woche schaut Peter Kolmorgen in seinem Schrebergarten an der Kisdorfer Straße nach dem Rechten. Der 72-jährige pensionierte Krankenpfleger, der sich als Insekten-Experte einen Namen gemacht hat, wartet darauf, dass der Frühling kommt. Dann kann er endlich auf seinen Beeten wieder Wildblumen aussäen.
„Ich appelliere an alle Gartenbesitzer“, sagt Kolmorgen. „So ein Wildblumenbeet bedarf keinerlei Pflege und ist lebensnotwendig für Bienen und andere Insekten.“ Heute bauen die Landwirte oft nur noch Mais für Biogasanlagen oder Sonnenblumen an, die erst im Herbst blühen.“ Den Insekten bleibt so kaum Möglichkeit, ausreichend Nahrung zu finden.
Geplant ist nun, auf einer Anlage von kleinen Blühparzellen und Streifen auf Ackerflächen, den Anbau von Wildblumenbeeten zu erproben. Diese „Inseln“ sollen den Bienen bis in den Herbst hinein reichlich Pollen und Nektar liefern. Landwirte erhalten eine Ausgleichzahlung von 650 Euro pro Hektar abzüglich der Saatgutkosten.
Peter Kolmorgen steht hinter dem Greening-Projekt. „Bienen, Hornissen, Hummeln und alle anderen Insekten sind meine Freunde“, beteuert er. „In meinem Wildblumengarten werden sie im Frühling und im Sommer reichlich Nahrung finden.“ (rj)
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