Der „große Karl“ wird saniert

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Jochen Kiersch vom Mieterverein Kiel ist mit den Bewohnern des Hochhauses im Flottmoorring ständig im Gespräch.

Dennoch haben Mieter Beanstandungen, Eigentümer bitten um Geduld

von Renate Jaeger

Kaltenkirchen. Jochen Kiersch lässt nicht locker. Der Geschäftsführer des Kieler Mietervereins will sich auch weiterhin intensiv für die Interessen der mehr als 200 Bewohner des „Großen Karl“ am Flottmoorring in Kaltenkirchen einsetzen.
„Die Sanierung des Hochhauses hat begonnen, aber es wird sicherlich noch länger dauern, ehe die Arbeiten abgeschlossen werden“, sagte er.
Kiersch war auf Einladung von Bürgermeister Hanno Krause im Rathaus bei einer Sitzung, an der auch die neuen Eigentümer der desolaten Immobilie teilnahmen. Eliram und Rahmatolla Rashti, Vorstand der „Schöner Wohnen GbR“ in Hamburg, hatten das 13-stöckige Gebäude Ende Juni vom vorherigen Besitzer Gerd Thormählen übernommen.
„Es war ein Gespräch, das mich überzeugen konnte, dass so schnell wie möglich mit den Arbeiten begonnen wird“, sagte Jochen Kiersch. „Die neuen Eigentümer machten auf mich den Eindruck, dass sie sich, was die Sanierung betrifft, sehr bemühen. Bis heute erhalte ich aber Anrufe von Mietern, die irgend etwas zu beanstanden haben.“
Dazu sagte ein Firmensprecher, der regelmäßig bei den Arbeiten zugegen ist: „Die Leute reden viel. Ich bin aber jemand, der im Stillen handelt. Die Zeit wird zeigen, was sich hier tut.“
Die Gerüchte, dass Keller und Böden angeblich nicht zugänglich seien, seien unwahr. Aber es soll dort viel Sperrmüll liegen, der erst entfernt werden müsse, sagt der Firmensprecher. Der Auftrag für einen neuen Fahrstuhl sei vergeben, und wenn mal für einen Tag kein Wasser da sei, dann liege es daran, dass neue Leitungen gelegt werden.
Bürgermeister Hanno Krause scheint zufrieden: „Es tut sich was. Die Balkone werden gestrichen, der Außenbereich wird aufgeräumt, und die Tiefgarage hat wieder ein gangbares Tor. Auch der Gasanschluss wurde inzwischen durch die Stadtwerke wieder hergestellt. Ich freue mich, dass die Sanierung des Gebäudes, wenn auch in kleinen Schritten, mit dem neuen Eigentümer vorangeht.“
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