Der Wohnungsbau boomt

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Die Investitionsbank fördert den Bau am Garstedter Dreieck in Norderstedt mit 12,3 Millionen Euro Foto: Fuchs

Zahlreiche Bauprojekte und Haussanierungen werden gefördert. Investitionsbank zieht Bilanz

Von Burkhard Fuchs
Norderstedt
Es herrscht im Hamburger Umland zurzeit ein regelrechter Bauboom. Das geht aus der Jahresbilanz der Investitionsbank Schleswig-Holstein für das abgelaufene Jahr 2015 hervor, die Vorstandschef Erk Westermann-Lammers mit Vertriebsleiter Horst Nörenberg jetzt vorstellte. Demnach gewährte die Investitionsbank für Wohnungsbauprojekte allein im Kreis Segeberg 72 Millionen Euro an Kreditmitteln für den Wohnungsbau. Dabei nehme der soziale Wohnungsbau mit 50 neuen Wohneinheiten eine wichtige Rolle ein, erklärte Westermann-Lammers. „Wir sind Partner der Landesregierung in der ‚Offensive für bezahlbares Wohnen‘, indem wir die Kreditzinsen für die Investoren niedrig halten, höhere Förderquoten anbieten und vereinfachte Rahmenbedingungen geschaffen haben.“ Im gesamten Hamburger Umland seien 420 Sozialwohnungen gefördert worden, dreimal so viele wie 2014. Ein Beispiel dieser Art ist der Neubau am Garstedter Dreieck in Norderstedt, den das Bauunternehmens Plambeck realisiert hat, das dort für 14,3 Millionen Euro Mehrfamilienhäuser mit 64 neuen Wohnungen errichtet hat. 35 dieser Wohneinheiten würden für einen monatlichen Nettokalt-Mietpreis von höchstens 5,50 Euro vermietet, die restlichen 29 für höchstens sieben Euro, erläutert der Investitionsbankchef. Die Bank habe das Projekt mit 12,3 Millionen Euro gefördert. „Mit diesem Angebot wird dem angespannten Wohnungsmarkt in Norderstedt aktiv begegnet, üblich sind Mietpreise von zehn Euro und mehr je Quadratmeter.“ Neben dem niedrigen Zinsniveau seien auch die verbesserten Förderbedingungen für diesen Bauboom verantwortlich, erläutert Vorstandschef Westermann-Lammers. So wurden die Mietobergrenzen im Hamburger Rand für Sozialwohnungen auf 5,80 Euro pro Quadratmeter Nettokaltmiete im Monat angehoben, was sich offenbar für die Investoren wieder rechnet. Zudem herrscht in vielen Kommunen ein regelrechter Druck, der sich aus dem akuten Mangel an preisgünstigen Wohnraum ergibt und zu einer verstärkten Ausweisung von Neubaugebieten führt. „Wir haben 2.358 Familien in den Hamburger Umlandkreisen zu Wohneigentum verholfen“, sagt Erk Westermann-Lammers. Im Kreis Segeberg seien es 700 gewesen. Hinzu kamen 200 meist energetische Sanierungen, die die Investitionsbank mit den jeweiligen Hausbanken mitfinanziert habe, davon 55 im Kreis Segeberg.
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