Die tolldreisten Tonnen-Reiter

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Müllwerker Sebastian Einfeldt auf seiner „rasenden Tonne“ kurz vor dem Ziel. Foto: hfr

Müllwerker aus dem Kreis Segeberg machen bei der Weltmeisterschaft mit

Kreis Segeberg/Norderstedt. Das ist kein Witz, sondern Wirklichkeit. Drei Müllwerker des Wegezweckverbandes der Gemeinden des Kreises Segeberg haben jetzt bei der Mülltonnen-Weltmeisterschaft mitgemacht.
Dazu klemmen sich die Teilnehmer auf eine Tonne auf Rädern und rasen einen Abhang hinunter. Diese WM wurde nun zum zweiten Mal in Hermeskeil bei Trier ausgetragen.

Profis in Orange
„Unsere Profis in Orange, Florian Spahr, Sebastian Einfeldt und Tim Schümann, waren nicht nur die einzigen echten Müllmänner bei dieser WM, sie waren auch das Team mit der weitesten Anreise“, sagt Bettina Kramer vom WZV. Am Ende belegte das sportliche Trio im Einzelwettbewerb die Plätze 13, 15 und 35. Und als Mannschaft kamen die drei auf den fünften Rang bei insgesamt 16 Teams, die hier an den Start gingen. Um die Bronzemedaille zu erreichen, fehlten ihnen am Ende nur 1,6 Sekunden. „Das ist ein tolles Ergebnis“, findet Bettina Kramer.
5000 Besucher schauten sich dieses ungewöhnliche Spektakel an, wie 60 Männer bäuchlings auf einer rollenden Tonne den Abhang hinunter düsten. Sie starteten auf einer Rampe mit einem Gefälle von zwölf Prozent. Danach mussten die Mülltonnen-Lenker gleich eine scharfe Linkskurve meistern, bevor sie auf die 300 Meter lange Zielgerade mit einem Gefälle von acht Prozent an Tempo zulegten.
„Wir sind losgefahren, um dabei zu sein und Spaß zu haben. Dass wir so weit vorne mitgefahren sind, damit hätten wir nie gerechnet“, sagt Schümann.
Im nächsten Jahr will das WZV-Team wieder an den Start gehen, vielleicht mit noch mehr Müllmännern. Auf jeden Fall mit der Gewissheit, richtig gute Chancen zu haben. (bf)
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